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mind the blog</title>

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hey fremder, das ist mein bloq!
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mit dieser seite zwinge ich mich mehr oder eher weniger regelmäßig kommentatorisch etwas zum weltgeschenen beizutragen. ob's was nützt ...?
[älteres blog-gelaber: hier]
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<ps>per email [hier] erwarte ich gerne eure kommentare zum hier veröffentlichten und werde sie unter den entsprechenden einträgen meines webbloqs einstellen.</ps>
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[05/11/2007]<br>
obamania
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mein lieber herr gesangsverein! Es ist umglaublich wie schnell diese welt sich in knapp einem jahr weiter dreht.

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kaum ist schon wieder weihnacht, hat man den kapitalismus kurzerhand abgeschafft und ein kommunistischer, islamistischer und verhälnismäßig schwarzer neger, der erschreckenderweise auch noch anwalt ist, ist nachweislich und ohne schiebung mehrheitlich gewählter und gewollter amerikanischer präsident. aber die geschichte widerholt sich auch dieser tage: roland koch ist zwischenzeitlich untergegangen und wie phönix aus der ypsilanti-asche gerade in auferstehung begriffen.

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barack obama, heißt der freundliche präsidentenanwärter der demokraten und sohn eines kenianischer einwanderes. mit seinem gewinnenden lächeln, dass mit blendaxweiß nur unzureichend beschrieben ist und dem sanft getönten charme eines john f. kennedy, hat er seinen landsleuten einen genialen wie einfachen wahlslogan eingetrichtert, den sich auch unsere amerikanischen weltmitbürger und -bürgerrechtlerInnen gut merken können:
/yes, we can!/ <br>
schänelt jetzt fremd: petra der trauerschwan

/yes we can!/ ist nämlich nichts anderes als die infantile macher-antwort auf die frage von bob dem baumeister: /schaffen wir das?/ /ja, wir schaffen das!/ kein zauderlich deustches: /na ja, vielleicht. das könnten wir schon. eventuell/. nein, schlicht und einfach: we can!<br>
ein sprüchlein wie geschaffen für die verwirrten massen. und machertypen wie bob werden jetzt im in jeder hinsicht runtergewirtschaften amerika dringend gebraucht. macher-wirtschaft das ist das genaue gegenteil von vetternwirschaft. fragen sie heute beispielsweise mal ihren anlagerberater zum thema finanzkrise. der wird sagen: da kann man nichts machen. sehen sie!? obama steht für das genaue gegenteil: er will und kann was machen. das hat gerhard schröder auch schonmal gesagt [/wir machen da was/], aber eben im gegenteil zu unser aller bundes-gerti scheint es obama wohl erst zu meinen.
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er heisst übrigens ganz genau besehen
/barack hussein obama/ wie sein vater, nicht saddam hussein osama bin laden, wie viele vielleicht irrtümlich verstanden haben. nachdem george wanker bush ja alle mit seinem tollen verwirrspiel 'krieg dem terrorrismus' [ein spiel bis iq 12 ½] schon so ganz dull im kopp gemacht hatte, so dass man dachte der terrorfürst und der größte schnautzbart aller zeiten nach stalin, wäre jetzt  in personalunion in den usa untergetaucht und käme nun als präsidentschaftskandidat, um amerika bei der 'mutter aller kriege' - also dem amerikanischen wahlkampf - den todesstoss zu versetzen.<br>
okay, der republikanische gegenkandidat hatte dafür einen zugegebenermaßen recht lustigen namen: john mccane. vielen hierzulande noch aus dem kühlregal bekannt, wo er eben noch als eingetütete backofenkartoffeln lag und nun wohl auch wieder hin verschwinden wird. die einen haben bob den baumeister, die anderen eben nur joe den klemptner. der eine baut am großen haus usa, der ander pumpt die scheisse ab. nur, dass der der die scheisse pumpt, diesmal mal nicht tarditionell nicht der schwarze ist. ein tolles bild für den umfassenden wandel amerikas, finden sie nicht?
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dieser charismatische - und für us-presidiale verhältnisse mit 49 jahren noch recht junge mann -, obama,  hatte seinen anhängern und auch dem rest des landes eine knappe botschaft ins aufgabenheft der nächsten vier jahre geschrieben: change. in deutsch: wandel, veränderung. das klingt erst einmal leichter als es tatsächlich ist. wandeln und ändern, etwas anders machen, lässt sich relaitiv schnell und einfach umsetzen. aber er möchte es – so sagt er zumindest – nicht nur vieles ganz anders machen, sondern auch besser. damit ist er zur gallionsfigur einer ganzen generation  von amerikanern geworden und hat nun schon mehr vorschußloorbeeren bekommen, als er wahrscheinlich je aufessen kann.
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momentan und noch dürfte er sich also fühlen wie der könig der welt. so zumindest hatten sich einige seiner nahen amtsvorgänger auch schon weltpolitisch aufgeführt. eben als gehörte ihnen dieses planet ganz alleine und neben
god's own country gäbe es nur noch varsallen-,  sklaven- oder bestenfalls schurkenstaaten. dabei sollte obama aber unbedingt darauf achten, dass es vom stehen auf der feucht-rutschigen reling mit ausgestreckten armen bis in unterkühlende, tödliche nass, wo schon so mancher gefeierte und gut aussehende held auf einem schmalen brett erfroren ist, oft nur ein kleiner schritt ist, besonders wenn sich der kahn schon bedrohlich zum kentern neigt.
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amerika ist in den vergangenen vier jahren unter der shock & awe-herrschaft von george dem II. in eine ganz erstaunliche schieflage geraten: innenpolitisch, was die finanz –und sozialpolitik angeht; aussenpolitisch, was das kriegstreiben und die umweltpolitik betrifft. man wurde bisweilen das gefühl nicht los als würde die große nation dieser erde von einem trotzigen kleinen jungen in cowboy-kostüm angeführt, der gerade erst laufen und sprechen gelernt hat. dieser zog in einem ganzjährigen halloween mit spielzeugknarre in der hand von schurkenstaat zu gurkenstaat, trat jedem der gerade aufmachte vor's schienenbein und versprach: süßes, sonst gibt’s saures. wenn du nicht tust wie ich will, hau ich dir auf die fresse.

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eigentlich kann es unter obama, dem baumeister für amerika, nur besser werden. dachten sich wohl auch mehrheitlich die amerikaner. zwischenzeitlich im wahlkampf hatte die lustige karikatur einer designierten republikanischen vize-präsidentin, sarah palin, noch den guten alten wahlkampfspruch der republikaner aus den sechzigern wieder ausgepackt: wer hat angst vorm schwarzen mann? aber diesmal hallte auf breiter wählerfront zurück: niemand!

tja, zu dumm.
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für unseren jungen hawaijaner gibt es also viel zu ändern. und erst einmal noch mehr aufzuräumen. vor einigen jahren bekam barack o. nicht einmal eine eintrittskarte zum demokratischen parteitag, später – 2004 -  durfte er den politischen abgesang für john kerry anstimmen. heute steht er auf einer breiter basis, durch das wählervotum, innerparteilich, und im kongress. es bleibt abzuwarten, was er daraus macht.
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die republikaner werden sich im nachhinein wohl in den hintern beissen, dass gerade der knüppelharte eisenhower, nachweislich republikaner, als letzten bundesstaat 1959 hawaii in die us-staatengemeinschaft aufnahm, anstatt es zum testatoll für atombomben zu deklarieren. vier jahre später wurde dort nämlich der kleine barack geboren. Lag wohl daran dass der harte ike eine ausgewiesene schwäche für neger hatte.
[der ausdruck neger ist übrigens politisch nicht mehr korrekt oder zumindest schwer umstritten in manchen kreisen und wird hier nur benutzt um den historischen kontext zu unterstreichen.]
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wer hätte mal gedacht, dass es etwas postives hat, wenn mann man sagen kann: 'für amerikas zukunft seh ich schwarz'.
in diesem sinne: pack’s an, barack!
you might can.
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[15/12/2007]<br>
mein lieber schwan!
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laut aktueller beobachtungen unseres neuen lokal-online-magazins echo-muenster.de geht unser stadtmaskottchen, der trauerschwan petra, fremd. jawoll. und das zur weihnachtszeit. menschenähnliche vorbilder gab's ja in letzter zeit genug, nicht nur am seehofer des münsteraner aasees. darauf erstmal ein oettinger. prost!
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noch letzte woche hatte sich die schwarze schwänin petra an ihren plastilinen, großen liebhaber, das tretboot des segelvereins overschmidt, gekuschelt. jetzt flaniert sie mit ihrem
/neuen/ ganz öffentlich über den aasee [bild berichtete]. das war sogar der tageschau-online-redaktion einen bericht wert.
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schänelt jetzt fremd: petra der trauerschwan
  schänelt jetzt fremd: trauerschwan petras und ihr neuer schwan.
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viele echte männer werden es der schwänin nachfühlen können, wenn mit zunehmendem alter der reiz der jahrelangen plastikfreundin nachlässt und eine gewisse kunststoff-geilheit echter liebe weicht. aber gerade der umstieg von der pvc-renate auf die menschliche uschi stellt viele männer noch vor schier unlösbare probleme: plötzlich möchte da vorher noch gespielt und hinterher noch geredet werden, wo vorher ein tiefer atemzug reichte und hinterher vielleicht noch die gemeinsame dusche. das menschliche pendant möchte unterhalten und bespaßt werden, will shoppen gehen und am gesellschaftlichen leben aktiv teilnehmen. wo vorher sportschau, suff und sexTV das wochenende bestimmten, dräut jetzt sonntäglicher spaziergang um den aasee und der theaterbesuch. ob sich das der weiss-gefiederte neue von der petra wohl gut überlegt hat?
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[06/12/2007]<br>
wunderbar.
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mal wieder seit oktober nix gebacken gekriegt auf dieser seite vor lauter arbeit und freizeitstress.
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aber vielleicht jetzt. jetzt, wo wieder soviel gebacken wird, wie kaum in einem anderen monat des nahezu vergangenen jahres.
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ja, jetzt beginnt sie ja wieder, die besinnungslose vorweihnachtszeit im rausch des glühweins und des konsums. überall duftet es nach verbrannten mandeln, muffigen persianer-mänteln und gebäck; leute hasten an den ver(kauf)soffenen sams- und sonntagen mit erröteten wangen auf der hatz nach dem letzten weihnachtsschnäppchen durch die elektroniktrödelladen unserer kleinen stadt. o, du gnadenbringende weihnachtszeit. nur der ladenschuss setzt den gnadenschuss.
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auf den innerstädtischen weihnachtsmärken kann man vor holländischen weihnachtsmarkttouristen kaum noch treten und aus den glühweihnbutzen schwast einem im vorbeieilen der alkoholdampf entgegen, dass man sich unwillkürlich fragt: gibt es auch sowas wie passiv-saufen?
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derweil wickle ich pünktlich zum nikolaus den ersten milka-weihnachtsmann aus dem von polnischen erntehelfern hastig zusammengeklöppelten stanniolpapier. mein recycling-tipp: vorsichtig aufwickeln und dann in lange streifen schneiden = lametta für die christ-tanne! lametta war lange zeit verpöhnt, weil die zinn-/alu-herstellung einer der größten ökosauereien ist, mit der man diesen planeten zugrunde richten kann. nix für öko-streber deutschland.

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nächstenlieb geht auch die kirche zugrunde: der heiligabend wird bei vielen kirchen- caritas- und diakoniebediensteten arbeitnehmern in diesem jahr vom
/tag der christlichen besinnung/ zum /tag der arbeit/ umetikettiert. auch die kirche kann und will sich dem dienstleistungsdruck nicht entziehen und lässt nun nicht mehr nur die talarträger am heiligen abend arbeiten, sondern auch das gemeine bürovolk. schliesslich ist die weihnachtszeit die umsatzstärkste zeit des jahres für die kirchen jeder façon. pralle spendenkonten und übervolle klingelbeutel läuten hier ein so fröhlich liedchen ein wie sonst das ganze jahr nicht.<br>
freilich heißt das nicht, dass sich die neu erkannten dienstleister auch zu einer leistungsgerechten entlohnung ihrer dienstleistenden mitarbeiter hätten durchringen könnten. gott bewahre, nein. pünktlich zum neuen jahr stellt man flächendeckend um auf tvöd - die geissel der arbeitnehmer im öffentlichen dienst. ora et labora - dia-konia - bete, diene und arbeite. von bezahlung steht da kein wort.
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aber es gibt auch deutlich erfreulichere nachrichten:
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nr. 1: der lukas [aka radiolukas], hat seine erste offizielle und bei amazon erhältliche platte
/dat ruude album/ draussen. okay, es ist die köll'sche kombo de imis, wie man schon aus dem albumtitel raushören kann, bei der er mitspielt und -singt. aber immerhin.<p>
zwei gedichte von beate hatke
 

gedichtband poetry slam

  

nr. 2: zwei der wunderbaren gedichte meiner frau erscheinen demnächst in einem gedichtband aus dem dunstkreis der münsteraner dichterszene [s. links].
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nr. 3: mich erreichte auf meinen artikel zur heuschreckenplage in münster
[siehe artikel eins weiter unten] die reaktion von thorsten kambach, seines zeichens chefredakteur einiger der im artikel benannten blättchen. allein wegen des von der stadtgeflüster oder der wochenschau so gewohnt höchsten niveaus, möchte ich den sicherlich wenigen lesern meiner seite diesen kommentar nicht vorenthalten.
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womit habe ich sonst meine zeit vertrödelt?<br>
erstmal habe ich die homepage der theatergruppe [www.theater-szenenwechsel.de], die mich zu ihrem /medienbeauftragten/ erkoren hat, entworfen und ins netz gestellt. gleichzeitig damit ist noch die dvd der letzten aufführung [hexenjagd] in der authoringphase angekommen, wird die nächsten tage fertig werden und dann auch käuflich zu erwerben sein.
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vorab hatte ich noch die dvd für die kabarettschaffenden
penetrant & selten komisch unter dem titel /den drachen am schwanz kitzeln/ erarbeitet. ein beeindruckender kabarettabend, den man gesehen haben sollte.
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und auch die erfolgreiche aufführung des
/theater im speicher/ /draußen tobt die dunkelziffer/ wurde auf bildfassendes 16:9-polycarbonat gebracht.
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und: endlich habe ich es geschafft meinen eigenen opening credit für meine filmprojekte zu erstellen. zwar fehlt noch die soundtechnische untermalung, für die henning-jedrzejek von hej-music gewohnt routiniert und professionell sorge tragen wird, aber hier schon mal der unvertonte vorgeschmack. mehr zu allen projekten auf meiner produktionsseite.
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ihr seht, mir war nicht allzu langweilig.<br>
mein nett gedachtes, aber nicht angekommenes projekt eines stadtforums für münster unter dem titel /muenster-to-go/, habe ich wieder eintrocknen lassen.

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und? ach ja! unsere liebste stadtillu ultimo war so nett aus dem u. stehenden artikel und einer anmerkung von mir zum re-design ihrer zeitschrift einen kleinen leserbrief zu generieren. die ultimo darf das.<br>


 

 

 

 

 

 


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[17/10/2007]<br>
ach ja, der herbst.
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jene wunderbare jahreszeit in der sich noch rüstige senioren gerne mal für eine handvoll bucheckern auf der hauptstraße von einem herannahmenden 18-tonner überrollen lassen - und damit einen wertvollen beitrag zur konsolidierung unseres rentensystems leisten.
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vielleicht sollten die städte und gemeinden dazu übergehen auch ausserhalb der goldenen jahreszeit bucheckern und kastanien auf den meistbefahrensten straßen der gemeinden auszustreuen, um dem demografischen faktor mehr zu einem kleinsten gemeinsamen vielfachen zu machen.
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lennarddieheuschrecke
 

münsteraner heuschreckenart endeckt!

  

apropos stadt. [eine wunderbar aus dem zusammenhang gerissene delling'sche überleitung] in meiner stadt tobt momentan der zeitungskrieg:<br>
der dortmunder verleger lambert lensing--wolff - unter uns münsteranern besser bekannt als der wolff im heuschreckengewand - verspürt momentan wohl den innigen wunsch die vielfältige münsteraner medienlandschaft zu eine monokultur kastrieren zu wollen. nachdem er ja ende letzten jahres die lokalredaktion der münsterschen zeitung recht kalt abserviert hatte, scharrt der böse wolff nun schon mit beiden pfoten knurrend und gierig unter den nächsten blättern.
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okay, die mz-redaktion war nicht gerade für ihren knallhart-nachgefragt-jornalismus bekannt, aber es war ein nettes, harmloses lokalblättchen, das seinen auftrag über lokale neuigkeiten, attraktionen und kuriositäten zu berichten, recht ordentlich für ein paar jahrzehnte erfüllt hat. da wurde keine omma mit allzu reisserischen artikeln verschreckt. man fühlte sich schlichtweg ausreichend informiert. die mz traf mit ihrem provinziellen charme und ihrer verschnarchtheit genau den nerv des münsteraners.
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dass im zeitalter des internetalizing die auflage - auch - bei den zeitschriften zurückgeht, dürfte eine logische entwicklung sein. dafür aber eine redaktion verantwortlich zu machen, sieht eher nach einem gesuchten grund aus. vor allen dingen, wurden hier nicht nur die verantwortlichen köpfe ausgetauscht, sondern gleich die ganze 17-köpfige mannschaft. und das nachdem lensing-wolff schon seit ein paar jahren den chefstuhl inne hielt. es ist halt wohl ein gebot des kapitalismus und unserer zeit: manager fahren den karren in den dreck, bluten und zahlen dafür muss der arbeitnehmer, s. airbus, benq, siemens, t-mobile, ...
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seit der internen übernahme hat sich die mz jedenfalls noch nicht aus dem schattendasein der /
zweitzeitung/, wie lensig-wolff sie gerne nennt, hervorarbeiten können. große konzeptionelle ideen und ein qualitätszuwachs weder inhaltlichen noch redaktionellen art sind für mich nicht erkennbar.
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damit aber sollte lensing-woffs reise durch den lokalkapitalismus noch nicht beendet sein: laut meiner herzallerliebsten stadt-illu /ultimo/ soll auch denen ein angebot gemacht worden sein, welches dann aber doch noch recht schnell von der redaktion abwehrt werden konnte. ob bereits pferdeköpfe oder gammelige töttchen ihren weg ins bett des verantwortlichen redakteurs gefunden haben, ist nicht bekannt.
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jedenfalls kaufte l-w sich samt chefredakteur schrägstrich geschäftsführer [wolfram kiwit] -
beide bekennede bvb-fans, aber das muss nichts heißen - daraufhin erfolgreich in die dachboden-agentur und herausgeber der /stadtgeflüster/ ein. ebenfalls ein vergleichsweise harmloses heftchen, das - unter der redaktionellen leitung von thorsten kambach - in der vergangenheit auch eher mit seichten geschichtchen und interviews aus dem lokalen geglänzt hatte. schmerzhaft erinnere ich mich da an das total investigative interview mit saskia sommer, der dame, die die reife leistung vollbracht hat in münster einen edelpuff zu etablieren. früher war sie ja zahnarzthelferin, hatte sich dann aber von einer anderen facette des /aus der hand in den mund/-business locken lassen. da wurd' auch ganz doll knallhart nachgefragt, z.B. nicht, warum so viele /mädchen/ total freiwillig aus osteuropa dort arbeiten. na ja, das nur so nebenbei.
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von clownen umzingelt: die /na dann ... /

  

viel öffentlicher und skurriler als mit der /ultimo/ dagegen verläuft aktuell das lokalderby /na dann .../ versus /nanu/. /na nu?/, wird sich auch so mancher leser verdutzt gefragt haben: /eine na dann ... ohne kleinanzeigen und dafür aber mit ganzseitigen werbeflyern?/ und die geschichte wiederholt sich: auch hier konnte man sich bei der /na dann .../-redaktion irgendwie nicht so recht dazu entschließen ein rundum gelungenes taschenformat einfach so dem nächst besten dahergelaufenen verleger in den rachen zu werfen.<p>
trotzig reagierte lensing-wolff und flutet seit nunmehr vier wochen mit einer chinareife billigkopie der /na dann .../ den münsteraner markt - auch noch spitzbübisch mit /nanu/ betitelt. die anzeigen bekommt das dünne werbeheftchen /nanu/ aus der mz-redaktion zugeschossen. aus eins macht zwei, macht drei? mach schluss, lambert!
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und weil man so der /na dann .../ und /ultimo/ bisher nicht so richtig das wasser abgraben konnte, klonte der pate von münster gleich nochmal sein eigenes bereits real existierendes groschenheft in wochenauflage und noch näher am original /na dann.../, freilich unter anderem namen: /wochenschau
[r*]/. ein böser mensch wem da gleich das pre-orgastische geschnatter eines grövaz [= grösster verleger aller zeiten] im ohr klingelt, der sich macht seiner eigenen stimme von höhepunkt zu höhepunkt jubiliert. l-w fühlt sich übrigens gleich eva herman von der gleichgeschalteten presse völlig missbewertet und gibt sich leicht zickig beim interview mit der alliterativen klarissa kunze in der wolffsschnaze. [ach du sche..., schon wieder so ein nazi-terminus. oder hieß das schon vorher so?] überall nur sympathisanten und /verdrahtete/ seilschaften mit der vorherigen mz-redaktion.
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lensing-wolff baut also auf die reproduktionsfähigkeit seiner maruska-puppen /mz/, /stadtgeflüster/, /wochenschau[
r*]/ und /nanu/. aber: alles was drinsteckt ist genau das gleiche, wie das woraus es hervorgeht. nur eben eine nummer kleiner. dass die kopie eines erfolgreichen originals keine innovation darstellt, haben die chinesen teilweise schon begriffen, zugereiste verlagschefs müssen das erst noch lernen.
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[* registriertes warenzeichen]
kommentar von thorsten kambach:
 
Lieber Blogger, leider erhielt ich von Dir auf eine Mail keine Antwort. Deine geistigen Ergüsse hätten die Tiefen deines geistigen Flusses besser nie verlassen. Zumindest wäre mir dann die unreflektierte Dummheit Deiner "Gedanken" erspart geblieben. Wenn ich Dich persönlich mal treffen würde, würde ich Dir sagen: komm laß´ uns mal ´n Tee trinken, Du 0. Wie wäre das, wir reden mal drüber, ich bin die Gemüsepfanne der Bloggerszene ... hooooo.. yeah. Thorsten Kambach

 

 

 


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[14/10/2007]<br>

wir sind nicht nur papst, handballweltmeister und fussballweltmeisterinnen im quadrat, sondern neuerdings auch nobelpreis.
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sogar doppelt. aber dann doch für sowas uncooles wie pysik und chemie
[gähn!], also die fächer der streber-idioten, die schon in der grundschule im kariertem flanellhemd aufgelaufen sind. immerhin ist der gisy ja mit der literaturpreis-schnake irgendwie verwandt. nach vorne bringt uns das alle aber genauso wenig wie die linkspartei. da ist sowas handfestes wie fyssik oder kemie natürlich schon 'n stück weit was greifbarer.
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al gore stirbt langsam
  al gore rettet die welt   

hat nicht in wirklichkeit uns angela mit ihren auftritten und ihren hammerharten forderungen nach mehr umwelt auf den diversen weltgipfeln der letzten jahre den friedensnobelpreis verdient? wer kannte denn schon den uno-klimarat [ipcc] bevor er [oder sie, oder es?] in diesem jahr friedensnobelweltmeister geworden ist? al gore, okay. der war erst neulich in diesem kino-actionkracher zu sehen. über die nahende klimakatastophe im zeitalter der digitalen technisierung. wie hieß der denn noch? ach ja: stirb lngsam 4.0! ist aber 'ne fortsetzung. der erste hieß, glaub' ich, 'ich bin dann mal web 2.0'. das aber ist nur die halbe umbequeme wahrheit.
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okay, physik, chemie, gut und schön. und wofür genau? physik für den bereits 1988 von herrn prof. grünberg entdeckten giant magnetoresistence (gmr)-effekt, sprich höhere speicherdichte für den ganzen digitalen consumer-electronics-schrott. dank herrn grünberg gehen heute also tausend mal mehr jamba-klineltöne auf eine handelsübliche handy-festplatte als noch anno 88 des letzten jahrtausends. das hatte den vorteil, dass das auch die mobilschräpe um den speicher herum kleiner werden konnte. wer schon 1988 eine hippe c-netz-mobiltelefonzelle sei eigen nannte brauchte mind. auch zwingend einen dienst-mercedes um diese zu transportieren. heutzutage sind die handys und speicher schon so derart klein und leistungsfähig, dass sie mancher teenager schon anstatt eines sperrigen großhirns implantiert bekommen hat.
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und chemie? geht seltsamerweise an einen physiker: dank herrn prof. erlt seine studien vom chemischen verfahren auf festen oberflächen haben wir nicht nur endlich eine ozonschicht [wer kann heutzutage noch ohne?] und einen kat im umweltfreundlichen 4,2 l suv, sondern wissen auch wie rost aussieht. also so im detail. unterm rasterelektronenmicro. brandheisse sache das.
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natürlich ist grundlagenforschung, wie es die beiden herren lebenslänglich praktizieren, ein schönes paradebeispiel für etwas was - zumindest zum zeitpunkt des tuns - keinerlei brauchbaren nutzen hat. man forscht so vor sich hin und in den tag hinwein und hat vielleicht eine waage idee, wie man die unermesslichen wissenschaftlichen fördermittelbudgets in riesigen teilchenbeschleunigern atomisieren kann. und evtl. hat man glück und jemand mit gesundem wissensschaftsverstand macht was anständiges draus und man bekommt pünktlich zur rente den ersehnten nobelpreis geschenkt. falls nicht, bleibt einem als forscher immer noch die pension in ähnlicher preiskategorie, aber leider ohne prüf-plakette aus oslo.
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okay, aus mir spricht der neid und die arroganz des langjährigen anwendungstechnikers. traditionell besteht ja eine bis auf molekularebene reichende rivalität zwischen den grundlagenheinis und den anwendungsfredeln. grundlagenwissenschaftler grübeln jahrzehntelang im elfenbeinturm auf ihrer forschungsinsel über ideen und techniken, die dann - vom marketing [auf]gehetzte - anwendungstechniker in akkord- und rekordzeit in gs-geprüfte, patentierte trendprodukte umsetzen müssen, die dann wiederum zwei monate später als billigproduktionen aus china als 1:1-kopie auf den deutschen binnenmarkt fluten.
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um diese dialektik es den jüngeren lesern etwas transparenter werden zu lassen: 'die einen sind voll basic, echte fundis und erfinden dauernd die krassen styles. die anderen fahren voll so die kommerziell scheisse trittbrett und dissen die brainheads noch so voll assi für den korreggten support. die werden dann natürlich voll aggro, greifen dafür aber oft die krass-fetten scheine beim nobel-festival ab. ey, aber dafür voll respekt alder und die phetten congrats von der community! ährlich.'
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übrigens darf man herrn prof. grünberg, ranga yogeshwar und mich ruhig in einem atemzug nennen, denn wir alle waren zeit unseres wissenschaftlichen hierseins nicht nur irgendwie und irgendwann mal beim kernforschungsanstalt [kfa] jülich angestellt
[jetzt politisch korrekter 'forschungszentrum jülich' genannt, anstalt = pfui, kernforschung = oberpfui], sondern arbeiteten auch alle drei noch für die gleiche fakultät, den bereich festkörperfoschung [iff].<br>
freilich muss ich einräumen, dass ich sowohl herrn grünberg als auch herr prof. erlt infolge ihres fortgeschrittenen alters und besonders natürlich, weil herr erlt auch just gerade geburtstag [71.] hatte, gerne - in diesem jahr - den vortritt lasse. ich denke, das komitee wird dann im nächsten jahr auf mich zurückkommen, nachdem herr yogeshwar verzichtet hat. er lebt ja bestens von den fernseh- und rundfukgebühren, die inkasso-gez für ihn eintreibt. was braucht er da die nobel-kohle?!
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[26/07/2007]<br>
gegendarstellung: die bild-zeitung behauptet in ihrer aktuellen, bundesweiten werbe-kampagne, sie sei die stimme für alle. für alle leser [der ich nicht bin], für alle mieter, alle steuerzahler, alle fans [wann hat die bild letztlich was zu bruce springsteen ausserhalb einer randnotiz gebracht?].<br>
das ist nicht richtig und entspricht weder meinem willen, meiner meinung und - wie leider sooft bei der blöd-zeitung - auch nicht der wahrheit. die bild hat keine meiner stimmen in den geschilderten fällen. lieber wäre ich für immer stumm als das ich diesem trash 'n' bash-blatt meine stimme lieh.<br>
die bild-zeitung verfehlt zudem mit dieser aktion ihre wahre zielgruppe. würde sie stattdessen behaupten sie wäre das organ aller pauschalisierer, gleichmacher und gleichschalter, aller polemiker, menschenjäger und auf-dicke-hose-macher, aller volks-trottel und volksverdummer, stammtisch-sprüche-klopfer, großkotze und aufschneider oder die stimme aus dem medialen orkus, würde ich ja gar nicht widersprechen wollen. aber so. neee. ich bin sogar der meinung, dass die blöd-zeitung maßgeblich für die massive national grassierende gehirnerweichung verantwortlich zu machen ist.
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stimme aller vollidioten
  die aktuelle bild-werbung   

richtig muss es demnach also z.b. mindestens heißen: /bild - die stimme aller steuerzahler [aber nicht die von herrn h.h. aus ms]/, denn wenn ich eines ganz bestimmt ablehne, ist das, dass ich mich in irgendeiner meiner meinungen oder mit meiner stimmen von der größten klatsch- und tratsch-zeitung der republik vertreten lasse.
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die bild-zeitung verkörpert für mich vortrefflich die stimme aller idioten in diesem lande. obschon, hier muss man vorsichtig sein: auch idioten haben eben doch noch ihre menschenwürde.
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man könnte vielleicht so sagen: bild - die stimme aller vollidioten [
siehe: bild]. zu dieser stetig wachsenden volksgruppe fühlt sich eh kaum jemand zugehörig. oder noch besser: bild - die stimme aller [aufgemerkt!] volksidioten.<br>
/volksidioten/, zur erklärung, sind sowas wie früher der dorftrottel nur heutzutage eben eher auf nationaler ebene. ja, die globalisierung macht auch vor den schwachsinn nicht halt. oder anderherum: auch der schwachsinn nimmt mitlerweile globale ausmaße an. um ein paar beispiele für volksidioten zu nennen, dürfen sich hierbei immer wieder gerne dieter bohlen, wolfgang schäuble, /hirn-muss-versteckt-sein/-beckstein und ede stoiber angesprochen fühlen.
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müssen aber nicht. [BILDblog.de-werbefilm]
  auf jeden fall keine stimme der sensibelchen   



 

 

 



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[04/07/2007]<br>

ein guter freund von mir fasste das thema
/moderne kunst/ einmal in folgendem recht anschaulichen beispiel zusammen: /wenn du jahrelang immer wieder in eine ecke eines ansonsten leeren, gleissend weiss getünchten raumes scheisst, dann ist das irgendwann kunst. das besondere daran ist nicht das können, sondern die konstante, obwohl es zum himmel stinkt./ ich danke dir, ralf, für diese wahrhaft philosophische erkenntnis. seitdem definiere ich für mich so kurz wie prägnat den mordernen kunstbegriff: scheisse in gut ausgeleuchteten rämen.
<p>
gerade in diesen tagen, wo meine provinzheimatstadt münster von den zehnjährig wiederkehrenden /
skulpturprojekten 07/ heimgesucht wird - eine biblisch wiederkehrende heuschreckenplage könnte kaum schlimmer sein -, werde ich fast täglich auf dem weg zur arbeit mit dererlei kunstlerischen landschaftsverschandelungen visuell gepeinigt.
<p>
  suchbild: finde die kunst   

im prinzip könnte es mich das alles kalt lassen, ob jemand surfbretter und ein lcd an den prinzipalmark nagelt, schweisstreibend trampelpfade in die wiese tritt oder güllefässer in den aasee auslaufen lässt, hätte das schicksal nicht in diesem jahr für mich - den ausgewiesenen skulpturbanausen - ein ganz besonderes los bereit gehalten: genau vor unserer haustür ist der schwerpunkt von münster!<br>
war dieser vor 10 jahren noch um die ecke in der von-kluck-straße, hat die künstlerin (karin sander) für diese projekttage wohl nochmal genau nachtariert. jetzt ist er in der südstraße 18. auf der anderen strassenseite liegt der mittelpunkt münsters.
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das hat zweierlei folgen gehabt: ersteinmal wurden bereits am 09. juni mit einem höllenspektakel und einer heerschar von fluchenden bauarbeitern und zig lärmenden baumaschinen zwei va-stahl-pinne bei uns in den bordstein gedübelt - und zwar an eben diesem samstagmorgen um 7.00 uhr. es gibt leute, die nennen das kunst - ich nenne das skulpturterrorismus! zum glück liegt der schwerpunkt nicht in unserem schlafzimmer.
<br>
was mag sich die künstelerin dabei gedacht haben, dass fünf osteuropäische hilfsarbeitskräfte, denen beim arbeiten schon hinten der mond aus der hose aufgehet (sogen. bauarbeiterdekolleté), ihr achso künstlerisch wertvolles meisterwerk so unachsam und ungespitzt zu früher morgenstund in den aspahlt gerammt haben.
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  /... ich unterstelle da fehlenden interlektuellen zugang .../   

ich hatte mir das ganz anders vorgestellt: vor meinem geistige auge stellte ich mir dabei immer die künstlerin in enger lila leggins, einem alpakawollenen pullover mit gebatiktem seidenschal und teva-sandalen vor augen, die behutsam den schwerpunkt in einer abenddämmerigen stimmung auspendelt, um dann mit einem zarten, pastellblauen kreidekreuz den punkt zu markieren an dem symbolisch eine münsterländer tanne eingepflanzt werden soll. vorher natürlich hätte man aufwändig und vorsichtig den parkstreifen vor unserer haustür von hand renaturiert. das wäre doch angesichts der damalige rathaushofabsenkung für zwei rostige metallbänke von chillida und kosten dafür von ca. 1 mio. markfuffzich wirklich nicht zuviel zu erwarten gewesen.<br>
na ja, stattdessen stehen jetzt oft, wenn ich den müll rausbringe, ein grüppchen von skulptursuchenden mit lageplan und gelbem mietrad um die beiden stelzen, die rechte hand mit dem zeigefinger an der rechten wange und dem mittelfinger unterm kinn
[vorsicht: nicht verwechseln!], nicken andächtig und stammeln. /hmhmm, ja. aha./, blicken dabei aber nochmals versichernd in den katalog, ob sie auch wirklich den sinn des hier aufgebotenen verstanden haben.<br>
ich persönlich hatte ja noch gehofft, der letzte sperrmüll würde mich unversehens von diesem altmetall befreien, aber gerade deshalb hatte man es vorsichtshalber wohl angeschraubt. verdammt. aber so ergab sich wenigstens übergangsweise ein sicherer platz, um mein mountainbike anzuschließen.
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  installation oder sperrmüll?   

was ist das für eine kunst bei der man müll nicht von meisterwerk unterscheiden kann?
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andereseits ist meine heimatstadt nun bevölkert von skulpturtouristen aus aller herren länder. chinesen, japaner, afikaner, amerikaner, engländer, dänen und wer sich sonst noch alles auf diesem planeten rumtreibt, ist zu gast in münster. <br>
das wäre nicht weiter schlimm, würden dieser leute nicht fahrradfahren. wahrscheinlich hat ihnen unser heimatschutzministerium [touri-info] den tipp gegeben: /das machen sie in münster am besten alles mit dem rad./ ein ökologisch schlüssiger und heimeliger hinweis, allerdings wohl ungeachtet dessen, dass viele noch nie im leben vorher auf einem fahrrad gesessen haben oder sonst nur am sonntag restaurierte oldtimer fahren.
ich habe persönlich schon so einige beinaheunfälle in augenschein nehmen dürfen. von der absprungbremse bis zum blinde-kuh-spiel im kreisverkehr war eigentlich alles dabei. die leute bleiben unversehens mitten auf der strasse einfach stehen, erstarren zur quasi-skulptur, überqueren die fahrbahn ohne zu gucken und schleifen ihre räder in rudeln am sonnigen samstag über den überfüllten marktplatz am dom. immerhin hat man ihnen dafür diese signalgelben mieträder in die hand gedrückt - achtung: bewegliches hindernis!
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amüsiert stellte ich mich neulich neben den just abgerissenen lindenhof an der promenade vor dem ein dänisches Ehepaar stand und vermutete, es handle sich dabei um das vermeindliche kunstwerk von annette wehrmann /wellness am aasee/ - einer umzäunten pseudo-baustelle an der in mehreren teilen der schöne rasen am see von bulldozern zu sandbergen aufgworfen ist. sie fragten mich mit dem hinweis auf den lageplan, ob es sich um den gesuchten kunstgegenstand handle. ich erwiderte nichts gegenteiliges, machte ein foto von den beiden vor /ihrem/ kunstwerk und verabschiedete mich freundlich. hey, man hilft, wo man kann.
  fake-baustelle ehem. lindenhof ...   
 
  ... und kunst-baustelle am aasee. das kann man
sich als kunstinteressierter schon mal irren.
 

kurzum: es ist gut, dass es sich bei den skulpturprojekten nur um eine sich dekadisch wiederholende ausbruch an kunst handelt, sonst hätten wir bald die gesamte stadt vollgestellt mit sperrmüll-kunst, der nichtmal alle zehn jahre abgeholt wird; die mahnmale vergangener kunstausstellungen. so eine art gedenkstätte für den schlechten geschmack, münster als wallfahrstort für die reliquie l'art moderne, die sonst keiner will. unser mekka hat drei runde steine. <br>
aber lächeln wir und sein wir froh, denn es hätte schlimmer kommen können. an dieser stelle seien nur kassel [documenta] und venedig [biennale] genannt. mein beileid.
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ach was. warum so griesgrämig?!<br>
springen sie über ihren kunstunverständigen schatten! machen sie mal selber eine /tour de skulptur/, sehen und hören sie sich anstatt der ausstellungsstücke doch einfach die leute an. damit ist ihnen einen amüsanter nachmittag sicher. oder ziehen sie sich ein oranges skulptourprojekte2007-t-shirt an, stellen sie sich neben eines und geben ihre eigene, ganz freie interpretation zu diesem stück kulturtreibgut zum besten! mitmachen statt nur angucken!
in diesem sinne: hurz, meine damen und herren.

   was ist das? ein mittelalterliches massaker?!
  
   städtische kunst oder
   kampfruf aus einer parallelwelt?
 
   münsters ödester strand!

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[04/07/2007]<br>
heute hätte meiner mutter geburtstag [jahrgang 1936] gehabt, wäre, tja, wäre sie nicht vor drei jahren gestorben. gerade in diesen tagen, wo ich den mir verhaßten nachnamen 'paschke' meines vaters endlich ablegen konnte, fällt ein solcher jahrestag nochmal anders ins gewicht. es hätte sie sicher gefreut. sie selber hatte ihren namen nach der scheidung 1988 wieder in ihren mädchennnamen 'brinck' zurück geändert. angesichts dieses familienzweigs vielleicht auch nicht die beste wahl, aber besser als den namen eines menschen zu tragen, der es sich zur lebensaufgabe gemacht hat, ihr das leben zur hölle zu machen. der o-ton damals dazu: /dass du dich scheiden lässt, wirst du dein leben lang bereuen!/ das klingt mir heute noch im ohr.<br>
nun, bereut, mein un-werter erzeuger, hat sie es zum glück nie! für diese stärke und die widerstandskraft zolle ich ihr meinen respekt und meine liebe erinnerung - unter anderem dafür. bei passender gelegenheit und mit viel zeit, werde ich dazu mal was hier aufschreiben.
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now for something completely different!/ im moment beschäftigen beate und ich uns ja mit den reisevorbereitungen für unsere usa-reise. dabei ist uns google earth eine gute hilfe, besonders was auch die 3d-darstellung der städte angeht - sagenhaft, was da heutzutage technisch so alles möglich ist.
dass auch die macher von google earth ein spur subtilen humor in die programmierung ihrer software gelegt haben, zeigt folgende reiseroute:
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[31/05/2007]<br>
um corporate design, also die uniformierung der unternehmensphilosophie in logo, slogan und farbgebung kommt ja neuerdings nicht mal mehr die pommesbude an der ecke aus. von der visitenkarte bis zur arbeitseinstellung des einzelnen angestellten wird die gesamte 4ma so lange gebrainwashed bis alles auf linie ist.<br>
in firmeninternen seminaren [saloppe bezeichnung:
brainwash center] wird den angestellten so langer der kopf gewaschen, bis alles leer und propper ist, um ihn dann mit augeklügelten firmenideologien und markigens unternehmensslogans [/don't discuss. innovate!/] wieder zu füllen. das habe ich selber schon zwei mal hinter mir [dow chemicals, wyeth-pharma].<br>
damit der so umerzogene arbeiter (engl.
gebranded) dann aber noch weiß, wo er hin gehört und damit er von fremden leuten ständig seinen namen vorgesagt bekommt, pappt man ihm ein namensschild an die fortan zu tragende uniform. unternehmensidentifikation heisst sowas im fachjargon heute. gleichschaltung hieß sowas früher.<br>
und damit der so auf firmenideologie nivellierte auch wieder aus der ganzen welt ganz leicht zu seiner heimatfirma findet, gibt es überall kleine, einzigartige firmenlogos [engl.
icons], die ihm im globalen unternehmensdjungel den heimweg leuchten. feine sache das. <br>
diesem eigentlich recht belanglosen trend habe ich schon vor jahren in mich aufgesogen und meine webseiten und briefbögen mit einem logo verziert. das soll dem ganzen einen matten glanz von professionalität verleihen.
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mit der änderung meines nachnamens und der sich daraus ergebenden schönen alliteration, war klar: ein neues logo musste her. für meine produktions seite strickwerk-productions.com hatte ich ja immer schon ein logo zur kennzeichnung im impressum verwendet. und für diese - meine eher privaten seiten - wiederum den namen als brandname. beide identifikationsicons (bild und wortbildmarke) finden sich nun in einem icon zusammen. wenn sie dieses zeichen sehen, wissen sie also: hier wird deutsche markenqualität noch liebevoll von hand gemacht!
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[18/05/2007]<br>

just marriedwichtige personalmitteilung: mein familienname hat sich geändert. und somit auch der wesentliche betreff dieser website. achso, warum? ich habe geheiratet! eine tolle frau! das muß ja heutzutage dazu gesagt werden. wie bereits hier aufgeschrieben, hatte ich mich ja mitte letzten jahres verlobt und wir haben das nun konsquent durchgezogen. <br> schöne bilder meiner frau gibt es hier in der fotosektion. aus zweiter hand - über das fernsehen - kann man beate hier ansehen und erleben. sie liest dort aus ihren zahlreichen gedichten zwei vor.
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[24/04/2007]
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schablonierter quadratschädel

hurra, wir sind biometrisch! nachdem wir schon papst und beinahe-fussballweltmeister sind, sind wir bald auch rundum biometrisch. wenn es nach herrn schäuble geht. nur eine kurze zwischenetappe auf dem weg zur vollständigen aushöhlung der bürgerlichen grundrechte auf privatsphäre und private daten.
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gestern habe ich meine neuen passfotos für den reisepass
[53 euro, die von der regierung zwangsweise verordnete erhöhte sicherheit, die keiner will, zahlt selbstredend der bürger aus eigener tasche] machen lassen, denn im sommer soll es erstmals nach dem 11. september 2001 wieder in die u.s.a. gehen. die formatfüllenden fotos von schablonierten quadratschädeln als frontalaufnahme per polaroid sind ein schlag ins gesicht eines jeden ambitionierten fotografen. ein blitzkreuz auf der nasenwurzel verleiht dem ganzen den touch eines digitalen partyschnapsschusses bei 2,5 promille. ich selber sehe auf meinem aus wie der autoschiebende dimitri aus dem kosovo. nur um hier mal wieder ein gängiges klischee zu bedienen.<br>
zur einreise in die u.s.a. aber braucht man neuerdings zwingend einen reisepass mit biometrisch korrektem passbild. dieser ist dann nur noch 10 jahre gültig. zudem sind alle inseitigen daten in einem kleinem chip [rfid] im deckel des dokuments untergebracht, so dass sie praktisch im vorbeigehen ausgelesen werden können. das sollte bisher eigentlich nur den sicherheitsbehörden vorbehalten sein, aber inzwischen haben es natürlich findige
/hacker/ in fünf minuten geschafft, auch diese verschlüsselung zu knacken. das zeugt von einem hohen, gewählten sicherheitsstandard. und wo geknackt wird, kann auch manipuliert werden, sagt die erfahrung. das schafft natürlich echtes vertrauen in unsere bundesdeutschen sicherheitsorgane, die nicht mal die selbstverschlüsselten daten dritter geheimhalten können. letzteres stellt übrigens nach dem geltenden bdschg einen eklatanten verstoss dar, denn für die verwalteten daten dritter ist besondere sorgfalt zu tragen. noch.
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schnell noch rechts und links dazu ....zeit für ein kleines resumé, was herr schäuble sich da für perspektivische milestones für die nächsten vier jahre gesetzt hat:
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/1/ also reisepässe mit rfid chip und biometrischen gesichtsablichtungen sind schon im umlauf. ebenso die personalausweise und führerscheine, jedoch noch ohne rfid. ist aber in der mache. /2/ fingerabdrücke im reisepass und personalausweis ab ende 2008. /3/ die vorratsdatenspeicherung der onlinewege ist abgesegnet. /4/ die onlinedurchsuchung von privat-pcs per bundestrojaner oder direkt ab provider wird noch lauwarm & lustlos diskutiert, ebenso die anti-terror-datei. /5/ die flächendeckende überwachung von öffentlichen plätzen und räumen [unter besonderer betrachtung unserer sympatischen bundeskanzlerin] wird vorbereitet, bzw. wird schon umfänglich durchgeführt. /6/ die datensammlung und -speicherung zwischen den ämtern und behörden ggf. auch die daten von den gesundkeitskassen läuft teilweise oder ist zumindest stark angedacht. /7/ vorerst soll nur von verdächtigen ein reiseprofil erstelt werden, sei es durch den chip im pass oder durch handyortung, um zu sehen welche orte als potentielle orte zur abwicklung nicht rechtskonformer aktivitäten abgefahren wurden.

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aus dieser nicht unbeachtlichen menge an daten über einzelne personen liesse sich hervorragend eine prüfsummen-wert [engl.
hash] erzeugen, der dann - ähnlich der sozialversicherungsnummer in den vereinigten staaten - mit einem blick alles über eine person offenbart. gegebenenfalls auch sein kriminelles potetial.<br>
die interpretation dieser daten könnte schon recht bizarre züge annehmen. z.b. wurde die frau von u.s.-senator ted kennedy, catherine stevens, bei ihrer einreise in die u.s.a. festgehalten, um herauszufinden, ob sie nicht der auf einreiseverbotsliste stehende sänger - also mann - /cat stevens/ alias yusuf islam sei!
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yusuf islam selbst steht höchstwahrscheinlich nur auf dieser liste, weil sein name dem eines mutmaslichen verdächtigen ähnlich ist. aber er hatte bisher keinen erfolg die u.s.-behörden vom gegenteil zu überzeugen. auserdem ist er bekennender islameter. also: sehr verdächtig.
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... und dann noch im richtigen kontext!das ist schonmal ein gutes beispiel dafür, wie man schnell mal in die mühlen des systems geraten kann - europaweit, vielleicht sogar weltweit - und wie schwierig es zukünftig werden wird, aus dieser schublade wieder heraus zu kommen.
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hier wird die beweislast und unschuldsvermutung - wie von herrn schäuble unlängst gefordert - bereits umgekeht. ich müsste meine unschuld beweisen, nicht der staat mir mein verschulden. was für ungeahnte folgen hätte das für unseren rechtsstaat und die rechtssprechung? aber auch hier weiss herr schäuble eine antwort:
/wir müssen die rechtslage an die bedrohungslage anpassen./<br>
okay, bis wir aber wissen, wer einen bedrohung für wen darstellt und warum, müsste man - ausgehend von der schäublischen schuldvermutung - denjenigen erstmal festsetzen. am besten in einem hochsicherheitsgefangenenlage da man ja das gefahrenpotential nicht im bedarfsfall nicht ad hoc abschätzen könnte. [die gelegenheit: für g8 wird ja gereade heiligendamm eingezäunt!] im lagerbau können wir deutschen ja auf ein-jahrzehntlange erfahrung zurückgreifen, und mit viel glück fände man sicherlich noch den ein oder anderen, der sich noch blendend in der materie auskennt, als sei es erst ewig gestern gewesen. ausserdem stehen ja noch ein paar bauten dieser art, zwar in momentaner übergangsnutzung als kz-gedenkstätte, aber die sind sicher schnell wieder reaktiviert.
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schuldvermutung. das hat den klang und muff von stasi- und nazi-diktatur. herr schäuble, wollen sie wirklich auf so dünnes eis rollen? ziehen sie mal die bremsen an, mann!
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gegen die pläne und phantasien des inneministeriums sieht der vor jahren vorgelegte otto-katalog von ex-innenminister schily aus wie ein wachsmalbuch aus dem kindergarten der innerstaatlichen ermittlungsarbeit.<br>
geködert wird der bürger über den komfort: zahlung per fingerabdruck bzw. chip ohne lästige karte oder geheimzahl. absolut sicher. bis ihnen jemand den finger abhackt. und wo bleiben ihre daten beim bezahlen denn genau? ein findiger krimineller hat schnell den fingerabdruck-scan auf folie transferiert und kann ihn dann in eine hartwachsmasse lasern, sich auf den finger setzen und an ihrer stelle bezahlen, geld abheben oder einfach mal sie sein. sogenannte daktylografische merkmale nachzumachen geht nicht nur bei mission impossible II. da sind sie schneller irgendwo drin, als ihnen vielleicht lieb ist [s. o].
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"es nützt der freiheit nichts, dass wir sie abschaffen, um sie zu schützen." [Wolfgang Thierse ]
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[17/04/2007]<br>
nach mo-na-ten endlich habe ich meinen text zum bodypimpen fertig.
nachzulesen [hier].

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und als weiteres highlight kann ich noch von der premiere des bühnenstücks
/ein bericht für eine akademie/ berichten. david merten rezitiert hier den text von franz kafka in affenmaske bzw. -kostüm und benimmt sich auch sonst entsprechend seiner rolle ziemlich affig.<br>
ich habe hierzu den video-prolog produziert (kamera, edit, schnitt) gemacht. nebenbei entstanden dazu auch noch ein paar nette bilder, die auf meiner produktionsseite (strickwerk-productions.com) zu finden sind.
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[19/03/2007]
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münster ist nicht witzig.<br>
wer einmal eine länger zeit in der provinzhauptstadt der stoffeligen westfalen verbracht hat, weiß das zu genüge. gäbe es keine studenten hier mit all ihrer bundesimportierten unikultur, münster wäre ein überdimensioniertes dorf mit stieseligen ureinwohnern.
<p>
nervtötender klamauk - münster tatortgerade deshalb erstaunt es mich immer wieder, wie wenig von dieser in dieser stadt grundverfestigten ernsthaftigkeit beim abdrehen des münster-tatorts übrig bleibt.
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während beim anblick anderentatorts verkniffene betroffenheitsgesichter aufgezogen werden als käme der ermittler just vom jahreskongress aidsinfizierter krebspatienten, brillieren axel prahl und jan josef liefers mit aufgetragen, flapsigen sprüchen; gerade so als wolle man sagen: wir westfalen sind gar nicht so & münsteraner dürfen das - sowieso. wir sind witzig und spritzing und können auch der übelsten situation noch was lustig-launiges abgewinnen. was glaubt ihr wie man hier sonst aufwachsen und überleben kann?! in dieser stadt des
lebenwertest-awards. wenn auch nur in der kathegorie d.
<p>
leider geht mit dieser münsteraner klamauknummer auch die schauspielerische authentizität dahin. nie während der zähen und unspannend dahin tröpfelnden 90 minuten des letztsonntagabendlichen tatorts aus der westfalenmetropole kann man liefers ernsthaft den pathologen boerne abnehmen. und der stets nörgelige exilierte hamburger kommissar thiel ist dicker aufgetragen als es ein ur-münsteraner je verkörpern könnte. besonders die fehlende ernsthaftigkeit macht das ganze zu einer /
dick & doof/-nummer im ard-tatort-anstrich.<br>
das es hier durchaus auch auf einem mittelweg geht, zeigt das duo maximilian brückner und gregor weber als neues team des saarbrückener pendants. witzig, wenn witzig, ernst- und deshalb glaubhaft, wenn gefordert.
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die typsiche szenerie in heimelden tatort erstreckt sich im nervenden zuspiel harmloser spitzfindigkeiten zwischen dem fachidiotischen und elitären boerne (doof) und optisch vor sich hinmuffelnden thiel (dick). ersterer spiekt dabei sptzbübisch über die halbbrille auf seiner nasenspitze. viel mehr passiert auch meist nicht. hier stört keine komplexe handlung, es sei denn, sie ist so abstrus unlogisch konstruiert, dass man nach der ersten halbzeit schon keine lust hat mehr weiter zu folgen, zumal sich die macher auch nicht die mühe geben, eine - auch und gerade besonders für münsteraner - interessante szenerie in die kulisse zu setzen.
<br>
statt dessen werden postkartenmotive und ausschliesslich bildmaterial mit dekorativem charakter zu genüge abgefahren, egal ob dann bei einer verfolgungsjagt auf dem halbplatten rad - hier jubiliert das münsteraner herz: nein, wie authentisch! - die eine gasse am rathaus rechts 10 m hoch und links wieder 10 m runter gefahren wird. mehr action ist einfach nicht drin in münster. sorry.
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die interessanten ecken von münster finden nur zu selten den weg auf das filmmaterial. dahingegen wird der dom, das rathaus und der prinzipalmarkt so oft im bild untergebracht, dass ein aussenstehender den eindruck bekommen könnte, münster hätte ausser diesen imposanten attraktionspunkten und der weitläufig umgebenden - aber langweiligen - parklandschaft, nichts zu bieten. gut, ein tator ist kein ansichtsmuster für städtereisen, aber etwas mehr kulisse hat die stadt schon noch zu bieten.
<p>
auch ein spannungsbogen in der ablaufenden handlung wird schmerkzlich vermisst. lediglich zum sendungsende hin wird's vielleicht mal hecktisch, aber auch nur weil es eine vordeklinierte dramaturgie vorschreibt. aber ernsthaft in emotionale bedrängnis gerät der zuschauer nie, denn insgeheim ahnt man besonders als münsteraner: da passiert nix. hier passiert nie was.
<p>
von jan josef liefers würde ich es nicht behaupten, aber axel prahl (
/halbe treppe/) spielt hier auf jedem fall unter seinem niveau. warum das ausgerechtnet in einem tatort über meine wahlheimatstadt sein muss, weiss allein die produktionsfirma.
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[01/03/2007]
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[update zum thema fahrrad] okay, es gab jetzt kein neues fahrrad, aber fast ein neues. zumindest sieht es /as new/ aus. natürlich wurde offensichtlich der rahmen getauscht und in neuer farbe geliefert. sieht schick aus. leider ist es ein anderer alurahmen geworden, der gut merkliche 1,5 kg schwerer ist als der alte silberne. aber gut, das ist verschmerzbar. warscheinlich hat man sich gedacht: /sicher ist sicher bei dem brachialo./<br>
*** blink ****da die silberfarbene gabel dann auch nicht mehr in die optik passte, hat man gleich eine schicke schwarze, neue eingesetzt. ebenso der lenkerschaft und die lenkerhalterung. vorne ist aus nicht näher bekannten gründen ein neues schutzblech plus gestänge verbaut worden, hinten jedoch nicht [?], ebenso - löblicherweise - ein neues tretlager, kette und kettenschutz. alle weiteren anbauteile sind wieder am platz. lediglich der sattel musste nachgestellt werden.
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die gesamtinstallation hinterlässt eine akuraten eindruck, so dass ich mit meiner reklamation sehr zufrieden bin, wenn ich mal vom zeitfaktor absehe.
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zum thema theater: ich habe mich entschieden in zukunft doch eher weiter mehr fotos zu machen, mehr zu schreiben
[lach!] und mich verstärkt dvd-/videoprojekten zu widmen - vielleicht sogar mal eine eigene fotoausstellung anleihern oder ein musikvideo (lukas), einen kurzfilm machen.<br>
die theaterschauspielerei braucht emmens viel zeit, die ich gerne auf anderes verwenden möchte, zumal ich mir nicht sicher bin, ob ich wirklich über das nötige talent verfüge. zwar haben einige gesagt, ich hätte meine rolle glaubhaft verkörpert, aber was war das schon für ein röllchen?!
für promoarbeit, werbung, foto und film bleibe ich der gruppe - so gewollt - aber erhalten.
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corey und cheever<p>
[21/02/2007]
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am freitag ist die letzte vorführung unseres theaterstücks /hexenjagt/. unglaublich wie die vier vorstellungen fast im rausch vergangen sind.<br>
bisher haben wir immer vor [fast] ausverkauftem haus und mit großem erfolg gespielt und mein gefühl sagt mir, dass wir auch die ursprünglich geplanten sieben vorstellungen locker gefüllt bekommen hätten, wenn, ja, wenn uns die studiobühne münster diese nicht gestrichen hätte. und das fernsehen war auch da. okay, es war nur der lokalsender (tv münster), den wahrscheinlich eh kein schwein guckt, aber immerhin haben sie es geschafft einen vorzeigbaren beitrag aus den ultramiesen, eigenen videomitschnitten zu basteln, der das stück und die schauspieler aber erstaunlich gut trifft. neben unserem hauptdarsteller frank levers komme ich sogar mehrfach gross ins bild [s.o.].
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ob ich weitermachen soll, weiss ich immer noch nicht. fakt ist, dass nach der letzten vorstellung erstmal andere dinge priorität haben. heiraten und drei wochen durch amerika fahren zum beispiel.

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[update zum thema fahrrad]<br>
es scheint einfacher zu sein ein space shuttle zusammenzubauen. nachdem man mich vor zwei wochen [vier wochen nach der einlieferung beim händler] endlich mal telefonisch gefragt hatte, welche farbe der rahmen jetzt haben solle, da silber aus sei, - meine wahl fiel neben kaminrot und schwarz auf kobalblau - warte ich seither weiterhin vergeblich ohne rückmeldung auf die rückkehr meines getreuen stahlrosses. zudem wächst die spannung, was da wohl geliefert werden wird. seitens des fahradhändlers wolle man bei gudereit nicht nachfragen, um den workflow nicht zu unterbrechen. oha! so es denn dort wirklich eine art von workflow gibt, würde mich als ex-chemiker der genaue viskositätswert brennedn interessieren.

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[05/02/2007]
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puh, das ist ja gerade nochmal gut gegangen. heute haben die oberstern rotröcke am bundesgerichtshof in karlsruhe die vom bundesinnenminister schäuble geforderte sogenannte /heimliche onlinedurchsuchung/ von computern verdächtiger abgeschmettert und damit der aushöhlung unser aller grundrechte einen riegel vorgeschoben. da wäre der schäuble fast vor wut aufgesprungen. aber eben nur fast.<br>
also, nicht das ich was zu verbergen hätte, gott bewahre, na jedenfalls nicht gesetzwidriges. zumindest soweit mir bekannt. aber es ist auch nicht alles für aller augen bestimmt, was ich dort digital gesichert und festgehalten habe, evtl. die etwas freizügigeren fotos meiner freundin, um hier nur ein sensibles beispiel zu bringen. selbstverständlich war sie da schon jenseits der volljährigkeit. nicht, dass ich da jetzt gleich wieder rücklinks in die pädophilen-rasterfari.. äh ... falle ... äh .. fahndung gerate.
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jack from the boxmit besonderem erstaunen habe ich von den ausgefuchsten methoden gehört, wie das bka den perversen und terrorplanern einige schritte vorauseilen will: man möchte - und da staunt der computerfachman und der digitale laie wundert sich - den schurken emails mit spionagesoftware im anhang schicken [
/bundestrojaner/] und - obacht - browser-, bzw betriebssystemlücken ausnutzen, um zugriff auf das datenobjekt der begierde zu bekommen. neben windows vista, das diese woche mit viel bamborium der welt präsentiert wurde, das zweite große WOW für mich in dieser woche. da ist wohl schon so manchem - dem verfasser eingeschlossen - ein kalter schäuble den rücken runtergelaufen.<br>
mensch, bka & schäuble, ihr habt's aber sowas von drauf, was? war die email neulich von euch mit dem lustigen anhang schonmal ein feldversuch für eine bundesweite großrazzia?
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bekanntermaßen sind solche perversen und terrorheinis, die ihren pc zur verbrechensplanung und -vorbereitung nutzen, ja ziemlich blöde im schädel wegen der ständigen untriebigkeit in hose und kopf und der dauerberieselung mit propagandavideos aus dem internet [
nein, nicht die von 9live], die sie oft ganz vergessen lassen, ihre computer gegen ungewollte, staatsschützende zugriffe zu sichern. von antivirussoftware, firewalls, aes-verschlüsselten messengern und festplatten und preboot-encryption [bitlocker] haben sie meist nie was gehört, weil sie ja auch gar keinen blassen schimmer von der materie haben. kindergeil, bis an die zahnwurzel radikalisiert, aber dämlich wie ein packen knäckebrot eben. so ist er der interantionale terrorschaffende schrägstrich - stifter und der bundesverband der pädophilen kinderschänder.<br>
da muss man jetzt mal ganz klar sagen: hier wäre das gesetz den übeltätern mal echt fünf jahre vorrausgeilt. aber jetzt? wieder essig für unsere umtriebigen innenminister. lasst alle ängste fahren. oder war es die hoffnung? anyway. jetzt wird erstmal weiter versucht an den grundrechten zu murksen bis sie denn endlich in die denkschablone der innenminister und sicherheitsbedenkenträger passt.

<p>

bliebe die frage, ob dann sicherheitslücken in programmen, betriebssystemen und browsern generell ungestopft geblieben wären, damit kollege bka hier jederzeit ungefragt durchs hintertürchen mal hätte nachsehen können, was der paschke da so mit seinem pc anstellt.
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damit wäre wörtlich gesprochen natürlich auch anderen ungebetenen besuchern - z.b. auch dem immer wieder gern für akte0x oder rtl explosivcaus der blackbox gesprungen gekommene
/böse hacker/ - tür und tor zum ahnungslosen system geöffnet worden. der würde dann dort wohl all das ablegen/zwischenspeichern, was er auf seinem pc im zweifelsfall nicht gebrauchen könnte.<br>
mir ist es ein rätsel, wie ein durchsichtiges und halbgares gesetzeskonzept überhaupt bis zum bgh hat vordringen können. die gesetlichen mittel der zwischenspeicherung und des trackings von emails und datenspuren durch das achso und fälschlicherweise für anonym gehaltene, freie internet, die die ermittler jetzt schon an der hand haben, sollten doch völlig ausreichen und limitieren mich in meiner digitalen-medialen entfaltung schon genug.
<p>
es reicht. danke bis hierhin, herr schäuble! sechs, setzen!
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[24/01/2007]
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aus zufall - und wirklich nur aus einem reinen solchen - verzappte ich mich gestern in die flammneue zdf-kabarettsendung /
neues aus der anstalt/. dieser sicherlich nicht ganz unzweideutig vom geronto-sender gewählte arbeiststitel und erst das aufgebot von urban priol und georg schramm versprachen einen unterhalsamen kabarett-abend, wobei in heutiger medienlandschaft nur zu oft titulär und inhaltlich kabarett mit comedy verwechselt und kabarett von vielen für eine singende hupfdohlennummer á la liza minelli - also cabaret - gehalten wird. eine gewagte und gelungene botoxkur für den sender bei dem man mit dem dritten besser [aus]sieht. gremlins jetzt auch im zdf?sicherlich sitzen die gremlins nicht nur in den gremien der ard, wie günther jauch diagnostizierte, aber zumindest haben die dort noch zähne. die im zdf sind aber längst zahnlos wie die zielgruppe. gestern hat zdf-gucken aber ausnahmsweise mal wieder spass gemacht. auch ohne kastanietten.
<p>
georg schramm, der sich ja zuletzt aus der kabarett-kultsendung /
scheibenwischer/ beim befreundeten feindsender ard hatte rausekeln lassen, gibt nun als figur des oberstleutnant sanftleben ordentlich friedly fire zurück: /die engländer in afganistan sprechen uns offen an: 'wir schicken hier zink-särge nach hause und ihr [die deutschen soldaten] verteilt hier wachsmalstifte!'/.
<p>
urban priol lieferte sich mit andreas müller nicht nur zynische verbalscharmützel, sondern bisweilen wusste man auch nicht mehr wer jetzt wen stimmlich geklont hatte: wer ist jetzt das merkel, wer ist schröders gerd, nech, wer macht den stotter-stoiber - äh wunder, -äh wunderbär, äh äh barrr. hier trafen hochkarätige kabarett-veteranen und noch unverheiztes medien-terroristisches material aufeinander.
<p>
für einen gastauftritt war sich - trotz aller /
scheibenwischer/-zankereien - auch dieter hildebrand [erfinder des wunderbaren begriffes medienunterstützter hausfriedensbruch] nicht zu schade, freilich konnte [und wollte] er sich eine zynische randnotiz zur absetzung seiner sendung /notizen aus der provinz/ 1979 durch zdf-intendant dieter stolte, der ihm für das wahljahr ´80 per dienstanweisung eine /denkpause/ verordnet hatte, nicht verkneifen.
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bruno jonas, aber zumindest mathias richling blieben jedoch schmerzlich vermißt. würde man dann noch volker pispers und wilfried schmickler hinzunehmen, das zdf hätte die kabarettive neutronenbombe im programm: die die nicht sowieso am schneidenden zynismus ersticken, werden sich totlachen. die bestuhlung bleibt unzerstört.
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wie aus den politischen belanglosigkeiten ein für 45 minuten unterhaltsames kabarettstückchen mit so manchem zynisch-satirischen peitschenhieb zaubern kann, versetzt mich immer wieder in erstaunen, in entzücken und hat darüber hinaus meinen grossen respekt. auf der anderen seite konnten wir natürlich selten sooft und so herzlich über unsere volks/ver/treter lachen, wie dieser tage.
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--------------------------------------------------------------------------------------------- [14/01/2007]<br>
szenenfoto hexenjagd szenenwechselendlich. gestern war nach anderhalb jahren proberei die theater-premiere des stücks /hexenjagt/ von arthur miller bei dem ich in der theatergruppe /szenenwechsel/ e.v.-in-spe den gerichtsschreiber cheever gebe.<br>
ich muss schon sagen, dass es ein beeindruckendes und erhebendes gefühl ist, vor gut 150 leuten
[eigentlich bietet die studiobühne münster nur 130 sitzplätze] - nicht wenige davon freunde - zu stehen und zu versuchen einigermassen glaubwürdig eine figur zu mimen. wenngleich meine rolle auch eher mickrig zu bezeichnen ist, hat es mir doch recht ordentlich spass gemacht. sogar so viel, dass ich mir überlege, ob ich es nicht weiter machen soll. es ist aber eben ein nicht zu unterschätzender zeitfaktor.<br>
von der abgelieferten vorstellung waren die meisten ehrlich begeistert. sogar die lokalpresse fand sich ein, um über das stück zu [berichten] - und fand lobende worte. alle weiteren vorstellungen beginnen sich mit reservierungen zu füllen. einen teaser gibt's [hier] in meinem youtube-profil.

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[11/01/2007]
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machmal passiert einem auch nochmal was einzigartiges. und mit fahrrädern habe ich auch schon so manches unikum erlebt, aber gestern wurde ich wieder einmal belehrt, dass auch profanes radfahren a) noch überraschungen bereithalten kann und b) doch immer noch zu den risikounternehmungen gehört.<br>
x-rayals ich so mit den üblichen 25 km/h in die steinfurter strasse abbog, bemerkte ich doch eine gewisse schwammigkeit im fahrverhalten meines zweirades. für einen kurzen moment wähnte ich die beiden ortlieb-packtaschen als übel dieser schlappen fahrperformance. aber eben nur für einen kurzen moment. innerhalb der nächsten millisekunde lag ich nämlich der länge nach auf der steinfurter strasse. übrigens fast genau dort, wo ich mir vor gut drei jahren beim sonntäglichen brötchenholen das rechte handgelenk gebrochen hatte
[s.o.].<br>
fahrad to go : rahmenbruch im trüben dämmerlicht des abendlichen münsteraner nieselregens traute ich meinen augen kaum: der rahmen meines fünf jahre alten, schönen gudereit-fantasy-plus-rades war an den schweissnähten des gabelschafts entzwei gebrochen; mein fahrrad bestand nun aus zwei teilen
[s. bild links]. wohlgemerkt es ist kein klapprad.<br>
während ich mir noch verwundert die augen rieb, zückten schon umstehende passanten ihre fotohandys, wahrscheinlich um das drama für
/ups - die panne-show/ o.ä. festzuhalten.<br>
ich hingegen brauchte nun einen abschleppservice und telefonierte mit meiner liebsten zuhause, ob sie denn mich und mein fahrrad abholen könne. sie fragte:
/geht das denn in mein auto?/ ich antwortete: /jetzt ja./<br>
als ich heute morgen bei meinem favorisierten gudereit-fachhändler mit meinem zweiteiler vorstellig wurde, versicherte mir auch dieser kopschüttelnd, er habe sowas bisher auch noch nicht gesehen. jetzt wird bei gudereit geklärt, wie bei diesem garantiefall [5 jahre auf den rahmen] verfahren wird. ich bin gespannt. montag gibt's bescheid. ich berichte mal wie's ausgegangen ist.
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schrott by default : goodewindmerke, wenn das schicksal scheisse zu verteilen hat, kann man sicher sein, dass sie einem fingerdick auf's brot geschmiert wird: als ich mit meinem recht neuen 200-euro-goodewind
[sic!]-ersatzrad zur arbeit fuhr, riss mir am aasee die kette [bild links]. ich hab's gleich unabgeschlossen dort stehen lassen und bin zu fuß zur arbeit.
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[update 15/01/07] gehen sie nicht über los. ziehen sie kein neues fahrrad ein. gudereid tauscht den rahmen aus und schickt das rad dann zurück. dauer der aktion: unbekannt.

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[10/01/07]<br>
habe heute noch einen schönen von mir geschriebenen artikel aus dem letzten jahrtausend ['99] gefunden. es dreht sich um mp3-kompression. sehr interessant mit welchen krücken man sich damals rumgeschlagen hat. inhaltlich natürlich inzwischen völlig belanglos, aber man lese mal mit besonderem genuss den letzten satz. waren das noch zeiten als ich noch 27 war. nostalgia rulez!
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[05/01/07]<br>
verdammt! schon wieder ein jahr vorbei und ich habe hier auf dieser webseite wieder kaum was gebacken bekommen. eigendlich hatte ich den festen vorsatz, viel, viel mehr zu schreiben. einige texte liegen hier noch brach, die ideensammlung geht schon aus den fugen. das letzte halbe Jahr habe ich viel mehr mit fotografieren, mit posts in unzählichen dunklen foren des internets und auf youtube.com verbracht. nein, ich plane keinen amoklauf.<br>
und natürlich nehmen der sport und die theater-proberei eine menge zeit in anspruch. in pucto theater wird es nun auch am 13.01. konkret: die premiere und fünf weitere aufführungen stehen nun nach anderhalb jahren der überei an. länge des stücks /
hexenjagd/ 2,5 stunden. zwar habe ich nur die sprechende statistenrolle des gerichtsschreibers cheever, aber dennoch bin ich natürlich als /reaktionspartner/ für die anderen darsteller wichtig.<br>
danach wird der donnerstag fest für's schreiben reserviert, habe ich mir
[mal wieder] vorgenommen. <br>
und natürlich soll an dieser stelle der obligatorische neujahrsgruß an alle besucher, die sich mehr oder minder versehentlich mit auf seite verirrt haben.

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[älteres blog-gelaber: hier]
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