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was geht ab?</title>
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sind sie nicht süss die kleinen? äh, nö.<br>
sommerzeit - abizeit.<br>
was da so alles ab geht [lat.: abire - abgehen,
abfahren] ist ein schlag ins gesicht - nicht nur der pisa-studie.
<p>
wer heut zutage die schule verlässt, ist nicht nur modisch mit
markenlabels gebrandet bis zum stehkragen wie schumi in der pressekonferenz,
sondern sieht auch immer öfter aus wie direkt aus einem usher-video
entsprungen.<br>
erfreulicherweise schaffen es sogar noch einige bis zum schulabschluss,
was angesichts von sprache, vokabular und gestik als ein echtes wunder
betrachtet werden muss.<br>
aber ich gewinne immer mehr den eindruck, als konnten die meisten doch
nur wegen schlechter führung nach 10 bzw. 13 jahren endlich aus
den bildungsanstalten entlassen werden. nicht nur dass sie in der schule
nix gelernt hätten - wobei sie sich damit wenig von den meisten
vorgängergenerationen unterscheiden - nein, sie haben zudem auch
nichts für's leben gelernt. das stimmt traurig, denn gerade das
war doch das brauchbarste an der gesamten schulzeit. [nicht
für die schule, ...]<br>
wer jemals ein paar frisch entlassene im bus oder den internetforen
belauscht hat, weiss, dass sich der erlebnishorizont der tumben riesenbabys
wenig über das neuste hippopotame realtone-handygeläut hinaus
bewegt.
<p>
konsum scheint ohnehin das einzige zu sein, was die kleinen racker morgends
aufzieht und wie duracel-häschen durch die shopping-tempel unserer
innenstädte ziehen lässt. dabei sehen doch alle jetzt schon
so aus, als ginge es heute abend noch zur galavorstellung einer m-tv
preisverleihung.
<p>
einen ganz besonderen drive bekommt das ganze bei diesen abgangsfeiern
mit der gleichzeitigen unsachgemäßen selbstapplikation von
nicht unwesentlichen mengen alkohol. das ohnehin schon abgestumpfte
nachwuchsvolk verliert nun vollends an kontur und wankt bereis vormittags
um elf alkopopp-vernebelt durch die fussgängerzone.<br>
mag es die perspektivlosigkeit in heutigen arbeitsmarktlage sein, die
sie zu den dort bereits schon länger ansässigen obdachlosen
treibt oder diese stete /was kannst du fü mich tun/-erwartungshaltung,
die
</end>
<author>
©h.p. | 24/06/2005</author>
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