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der ganz alltägliche faschimust</title>

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franz schönhuber ist tot. fast hätte die antifa bei mir in der strasse 'ne flasche imperialistenbrause [sprich: schampus] aufgemacht.
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nachdem sich franzl im dritten reich recht ordentlich durch die instanzen nach oben gedient hatte [hj, nsdap, mehmaliger anlauf zum soldaten, dolmetscher und leibsteher des gröfaz], war er am ende des nur ganz knapp verfehlten endsiegs arbeitslos. hätte man doch was anständiges gelernt ...
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versucht hat er's auch mal als wanderschauspieler und war auch mal beim bayernfunk. mit namensvetter franz josef strauss verband ihn nicht nur der name und nahezu deckungsgleiche rechts übersteuerte gesinnung, sondern auch eine kameraden-freundschaft, die ihn auf die wichtigen positionen dieses landes beförderte. und einen bayr. verdienstorden gab's obendrauf, schliesslich unterstützte er ja tatkräftig den aufbau einer radiostation. in togo. afrika, richtig. ehem. deutsche kolonie. wir erinnern uns.
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ab 1975 fiel der franz dann wieder in die gewohnte marschroute zurück, schreibt ein schönes märchenbuch über den eigentlich echt tollen, in seinen idealen leider nur total verkannten nationalsozialismus. dass das buch kein bestseller wurde, zumindest nicht im normalen buchhandel, mag dem franz nicht so recht einleuchtet haben. wie auch sonst wohl wenig.<br>
mit der gründung der reps [1983] eifferte er alten vorbildern nach und lies sich - nachdem er alle mitbewerber in alter nazimanier bei den übrigen parteisoldaten völlig diskreditiert hatte - zum uneingeschränkten führer küren.<br>
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"Welches Schweinderl hätten's denn gern?"

   Was bin ich? </bild>

in europa kam die idee /schönhuber/ gut an. das europaparlament räumte ihm und seinen schergen ein paar sitze, während der bnd noch immer verzweifelt nach braunen flecken auf der weste der partei suchte, aber irgendwie nicht finden konnte.
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nach rauswurf und erneuter ergreifung des parteivorsitzes bei den reps [leider war der hofbräukeller gerade aus gebucht] drehte führer franz richtig auf: asylantenhetze, tiefbraune sprüche in presse und tv. als geistiger brandstifter lies er keine gelegenheit aus, kahlrasierten freizeitterroristen den kürzesten weg von der stadthalle zum ausländerwohnheim zu weisen.<br>
nicht einmal von thomas gottschalk lies er sich 1992 die deutsche marrrkenbutter vom brot nehmen. immerhin konnte man dann für eine gewisse zeit wieder politik von entertainment unterscheiden.
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dann war's lange jahre mal erfreulich still, u.a. weil er für seine partei nicht mehr die klientel rekrutieren konnte, wie noch jahre zuvor. neue leute mussten an die vorderste line, denn der in deutschland tätige neofaschistische mob brauchte ein sozialkompatibles outfit. hipp und trendy, a bisserl rechts, adrett, aber nicht so, dass es auffällt. glatzkopf schon, aber wenn dann im boss-anzug. genau das richtige für die politisch völlig uninteressierte und desillusionierte meute.
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erst neulich ergriff er den parteivorsitz der npd-vorsitzenden kerstin b. lorenz im wahlkreis dresden I. aufgrund ihres verfrühten und geradezu unpassenden ablebens durften die bürger dort deshalb erst etwas verspätet zur bundestagswahl abstimmen. ein präzedenzfall in der deutschen geschichte.
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dass er gestern letztlich selber das parteibuch abgegeben hat, läßt hoffen, dass der braune virus auch auf die überträger einen zersetzenden einfluss ausübt.<br>
in diesem sinne: ab und heim ins himmelreich.
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©h.p. | 29/11/2005</author>