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fleischeslust</title>

<start>ich weiss noch immer was du letzten sommer gegessen hast.
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dies ist nicht die x. fortsetzung eines dieser unsäglichen horrorfilmremakes, sondern dass was uns heute beim gedanken am 190 tonnen vergammeltem rindfleisch und 90 tonnen verwesendem hühnergekröse übel aufstößt. bläh!
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Was haben wir in diesem herrlichen sommer nicht so alles verbraten. da jagte doch ein grillfestival das nächste. schlimm war das. quasi alles was vier beine hatte und nicht schnell genug auf die bäume gekommen ist, wurde auf holzkohlenden opferstädten bis zur unkenntlichkeit zu tode mariniert und mit stumpf und stiel geröstet und verspeist. <br>
auch wir vermissen hasso sehr.<br>
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wahrscheinlich sind die paar läppischen tonnen gammelfleisch, die jetzt noch aus den auslagen der supermärkte geangelt werden nur noch sterbliche überreste [sinnfrage zwischendurch: wie können über-reste noch sterblich sein?] in wörtlichen sinne. alles andere wurde längst an den entverbraucher zu fachgerechten entsorgung über die theke gereicht.<br>
/ent-sorgen/ darf man hier ebenfalls wörtlich nehmen, denn wir haben den dubiosen fleischhehler ja durchaus von ein paar beweiskräftigen sorgenkottletts befreit, darf ich annehmen.
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wahrscheinlich haben in den letzten wochen und monaten eine heerschar von schlachtenden polischen saisonarbeitern und 1-euro-kräften etliche wochen damit zugbracht die überzähligen beweise durch aufessen zu vernichten, die nicht erfolgreich an das menschliche endlager weiter vermittelt werden konnten.
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und nun heulen wieder alle rum, die im sommer alles billige fleisch aus den sonderangeboten an sich gerissen haben: /was soll man bloss noch essen?/ grippe im huhn, gammel im fleisch, schwermetalle oder gewürm im fisch und evtl. doch wahnsinn in den gummibärchen?<br>
tja, jetzt, leute, könnt ihr alles wieder essen! ist doch klar, denn jetzt gerade wird alles fleisch praktisch auf herz und nieren getestet, wie noch nie. <br>
mal im februar gucken, was in den weihnachtsplätzchen war.
</end>

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©h.p. | 24/11/2005</author>