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</bild> omfg!<br> aliens haben besitz von der internationalen musikszene ergriffen und versuchen die weltherrschaft durch das absingen gutturaler knurrgesänge im fernsehen an sich zu reißen. <p> nein, die rede ist nicht von dieter bohlen. <p> am vergangenen samstagabend schockierte die finnische knuddelzombi-combo /lordi/ beim grand prix und sangen der etepete-konkurrenz gehörig was um die ohren und sich damit in die herzen der mutmaßlich nekrophilen hörerschaft.<br> mit respektablen 40 zählern abstand von platz 2 - ein engagiert dreinhüpfender junger russe - sogar auf den allerersten platz. trotz des leicht anstößigen ausseren - okay in finnland ist's oft lange ziemlich dunkel - gaben sich die örtlichen offiziellen freudig überrascht, feierten ausgelassen und schmieden schon pläne für die benennung von plätzen nach der band. <p> aber war der horror nicht immer schon im grand prix zuhause? wo warst du als nicole um ein bißchen frieden wimmerte und ich inständig betete ein plötzlich aus dem off herabstürzender ralf-siegel-flügel würde ihr den sehnlichen wunsch endlich erfüllen?<br> und die frisur von guildo horn ist bei schummerlicht betrachtet viel furchterregender gewesen als die von /lordi/-vortänzer putaansuu. <p> aber: europa ist in aufruhr. wieso eigentlich? was ist neu? nicht singen können? wäre das der grund, gäb's die veranstaltung mangels beteiligung und eignung nur im zehnjährigen turnus. und für heavy metal klang's besser als es aussah: der text blieb durchgängig verstehbar, niemand wurde geopfert und es wurde nicht satan, sondern allenfalls dem schlechten geschmack gehuldigt.<br> das aussehen? okay, es sind ganz schön hässliche paradisvögel, aber wieviel andere gesichtsfünfen sind dort schon ohne maske aufgetreten, obwohl sie's wirklich nur mit hätten tun sollen?! unsere chance für's kommende jahr: wir schicken wir euch sido nach finnland. könnt ihr dann auch gleich behalten.<br> und wo bleibt sie denn unsere vielbeschworene omnitoleranz für alle lebens- und liebesformen? wäre das nun eine lebensbejaende musikergruppe junger männer mit schweren gesichtsverbrennungen gewesen [/wir entdeckten unsere gemeinsame leidenschaft zum heavy metal beim headbangig-workshop in der reha/], wäre jedem humanisten die tränen eimerweise in die augen gestiegen. sind's aber nicht. <p> es sind die gleichen bekloppten, wie die, die sich als klingonen oder romulaner verkleiden und zum jährlichen star trek kongress nach meckpom fahren. oder wie die pappnasen, die sich alle narrenjahre wieder lustig hütchen aufsetzen und unter massiven schnäpskeneinfluß drei tage lang alles anbützen und umpimpern, was nicht schnell genug auf die bäume kommt. /jedem tierschen sein pläsierschen/, nennt sich das auf korrekt kölsch. /jeder nach seiner fasson/, postulierte das schon der juwenile fötenspieler friedrich zwo. </end> <author> |
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