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hexenjagd</title>
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zum allersten mal habe ich das vergnügen in einer theatergruppe
mitwirken zu dürfen. okay, es ist eine verschwindend kleine rolle
als gerichtsdiener 'cheever' in arthur millers /hexenjagd/.<br>
natürlich stand irgendwann die frage im raum welche art der inszenierung
man gerne darbieten möchte: modern oder klassisch, spartansich
oder requisitenreich. hier einmal zwei varianten der 2. szene,
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zuerst die original-szene:
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Proctors Haus, acht Tage später. Die Möbel sind in Form eines
Diagramms angeordnet. Hinter einem Ständer mit Waschschüssel
und Kanne vorne rechts ist ein Nagel, an dem Elizabeths Tuch hängt.
Am Ende einer Bank eine Vorrichtung, die das Gewehr hält, welches
Proctor gegen die Bank lehnt. In eben dieser Bank ist ein Loch, in dem
eine Peitsche steckt. Es gibt zwei Auftritte, einen von außen,
der andere führt zu dem übrigen Teil des Hauses, entweder
vorne oder hinten rechts. Zu Beginn der Szene ist der Wohnraum leer.
Von oben hört man Elizabeth, die ihre Kinder in den Schlaf singt.
John Proctor tritt auf. Er trägt ein Gewehr. Er sieht sich im Zimmer
um, geht hinüber und lehnt das Gewehr gegen die Bank. Geht dann
zu der Waschschüssel, schüttet Wasser aus der Kanne hinein
und beginnt sich zu waschen. Man hört Elizabeth, wie sie die Treppe
herunter kommt. Sie tritt auf. //
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ELIZABETH: Was hat dich so lange aufgehalten? Es ist fast dunkel.
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PROCTOR: Ich habe ziemlich weit draußen gearbeitet, am Waldrand.
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ELIZABETH Dann bist du also fertig geworden?
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PROCTOR: Ja. Alles eingesät. Schlafen die Jungen?
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Er steckt die Hände ins Wasser, trocknet
sie ab. Elizabeth bringt Wasser und Handtuch hinaus und kommt mit einer
Schüssel zurück.
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ELIZABETH: Bald. (Setzt ihm die Schüssel
vor)
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PROCTOR: Bete für einen guten Sommer.
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ELIZABETH: Ja. (Sie geht hinaus und kommt mit
einer weiteren Schüssel wieder.)
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PROCTOR: Geht es dir gut heute?
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ELIZABETH: Ja. — Es ist Kaninchen.
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PROCTOR: Hm. Ja? In Jonathans Falle?
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ELIZABETH: Nein. Es kam einfach so ins Haus heute nachmittag. Ich sah
es in einer Ecke sitzen. Es saß da, als ob es uns besuchen wollte.
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PROCTOR: Hrn. Ein gutes Zeichen.
ELIZABETH: Hoffentlich. Mir hat's in der Seele weh getan ihm das Fell
über die Ohren zu ziehen. Armes Kaninchen.
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PROCTOR Gut gewürzt.
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ELIZABETH: Ich habe mir große Mühe gegeben. Ist es zart?
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PROCTOR: Ja. — Ich denke, wir sehen bald grüne Felder. Unter
der Scholle ist es warm wie Blut.
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ELIZABETH: Gut.
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PROCTOR: Wenn die Ernte gut wird, kauf ich von George Jacobs ein Kalb.
Würde dich das freuen?
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ELIZABETH: Ja. Schon.
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PROCTOR: Ich möchte dir eine Freude machen, Elizabeth.
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ELIZABETH: (Es fällt ihr schwer zu sprechen.)
Ich weiß, John.
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PROCTOR: (so freundlich, wie er nur kann) Bekomm ich einen Schluck Apfelwein?
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ELIZABETH: (sich selbst tadelnd, daß
sie das vergessen hat) Ach ja. (Sie
holt den Krug aus dem Off, schüttet den Apfelwein in einen Zinnbecher
und bringt ihn ihm.)
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PROCTOR: Diese Farm ist ein Erdteil, wenn man Schritt für Schritt
darüber geht, um den Samen einzupflanzen.
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ELIZABETH: Ja.
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PROCTOR: Am Sonntag kommst du mit hinaus, und wir gehen zusammen über
die Felder. Ich habe noch nie so viele Blumen gesehen. Massachusetts
ist wunderschön im Frühling.
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ELIZABETH: Ja.
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PROCTOR: Was hast du denn? Geht es dir wieder schlecht?
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ELIZABETH: Du bist so lange weggeblieben. Es ist spät. Ich habe
gedacht, du bist heute nachmittag wieder in Salem.
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PROCTOR: Was soll ich denn in Salem?
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Hexenjagt,
2. Szene - eine moderne, deutsche Fassung
Wir sehen das Zimmer, vermutlich
einer Ost-Berliner Altbauwohnung am Prenzlauer Berg. Die IKEA-dominierte
eher ungemütliche Ausstattung ist einfach und deutet nicht von
Wohlstand. Ein an der Wand hängendes Hirschgeweih, darunter eine
alte, staubige Schrotbüchse, an deren Funktionstüchtigkeit
man berechtigte Zweifel haben darf, zeugen von einem skurrilen Geschmack.
In der Ecke knackt ein alter Kohleofen wärmend. Die Wand dahinter
hat sich braun gefärbt, ebenso die Gardinen Der Geruch verbrannter
Kohle erfüllt den Raum (auch den Zuschauerraum).
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Johannes - von Freunden und Bekannten kurz "Joppe"
genannt - Proctor tritt von rechts auf die Bühne. Seine leuchtend
orange Jacke und Hose verrät uns, dass er im Straßenbau tätig
ist. Er setzt sich schmutzig an den Tisch, tauscht seine schweren Stiefel,
die er an den Hacken aneianander austritt, gegen Filzslipper aus.
Aus dem Nebenzimmer kommt Elisabeth von links herein. Sie hält
einen Teller Eintopf und ein Bier (Marke HANSA) in den Händen;
verdreht die Augen als sie Joppe sieht. //
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ELISABETH: (vorwurfsvoll) "Datt
Du nochma nach Hause kommst ... Wer hätte dit jedacht?!"
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PROCTOR: (etwas beleidigt) "Ja,
sorry, aber ikk stand fast ne jeschlagene Stunde am Kreuz Drehwitz.
Im Stau, weste. Und der Olle hat mir heute wieder bis Ultimo knechten
lassen."
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ELISABETH: "Na, denn hat et sich ja wohl jelohnt, odda?"
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PROCTOR: "Jau. Allet in Plan fettich jeworden. Zulage jibbet auch.
Sind die Bälger schon inne Pofe?"
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E. stellt ihm den Teller hin.
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ELISABETH: "Nee. Die gucken noch'n Schockerstreifen bei Striglitz
aus'm Ersten."
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PROCTOR: "Hoffwa ma datt et im Somma noch besser loft mitte Straße."
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ELISABETH: "Hhm."
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PROCTOR: "Is wat mir Dir?"
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ELISABETH: "Näh. Et jibbt mal widder nur Eintopf:"
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PROCTOR: "Is doch jut. Angebot beim ALDI?"
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ELISABETH: "Nee, Marktkauf.. War jerade abjelofen. Tut's abba wohl
noch."
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PROCTOR: "Det is doch ma watt. So spart ma richtich."
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ELISABETH: (zynisch) "Versalzen
hab ikk's bestimmt nicht. Schmecktet?"
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PROCTOR: "Een Jedicht. Jibbt nüscht besseres als einfachet
watt zu Essen. .... I gloop ja det et bald Frühjahr wird. Die Drenage
unter'm Asphalt is ja schon warm wie Kuhpisse."
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ELISAETH: (konsterniert): "Det
is ja mal 'ne Info."
PROCTOR: (begeistert):
"Wenn ikk dies Jahr 'ne Festanstellung krich, spendier ikk uns
Premiere Sport. Wie finste det?"
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ELISABETH: (augenrollend): "Du
siehst mir in Verzückung."
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PROCTOR: (enttäuscht) "Mensch,
Lisbeth, ikk will Dir doch nur erfreuen."
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ELISABETH: "Ja det seh ik schon, Joppe. Wes ikk doch."
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PROCTOR: (Zeigt auf die Dose HANSA-Pils. Neckisch:)
"Krieich det Bier ooch odda is det Vazierung?"
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ELISABETH: (öffnet die Dose) "Klaro."
(stellt sie vor ihm hin. Das Bier schäumt
leicht aus der Dose und läuft auf den Tisch)
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PROTOR: (hebt die Dose an und wischt mit der
Handkante die Bierlacke schwungvoll vom Tisch auf den Boden, nimmt einen
langen kräftigen Zug, rülps vernehmlich) "Wat
wir noch allet reissen müssen diesen Sommer ... Der Azwo-Ausbau
nimmt gar keen Ende. Ob det nochma fettich wird?!"
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ELISABETH. "Wes ikk ooch nich.."
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PROCTOR: "Wat meenste. Du kommst mir mal uffe Abbeit besuchen,
bringst Bier und Stullen mit und ikk zeich Dir ma, watt wa so jeschafft
haben diesen Herbst anne Azwo. Von da kannste fast bis nache Joldelse
rinne kieken."
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ELISABETH: (uninteressiert) "Klingt
valokkend."
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PROCTOR: (wieder beleidigt) "Ja
watt'n? Is det schon wieder wegen der Wechseljahre, odda wat?"
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ELISABETH: "Nee, weste ikk steh hier den janzen, lieben langen
Tach und mach und tu. Der Herr kommt erst jetzt nach Haus. Da dacht
ikk, Du sitzt wieder voll am Prenzel inne Kneipe."
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PROCTOR: "Watt soll ik heute inne Prenzel-Kneipe? Is doch nüscht
los da."
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ELISABETH: "Wollste doch hinne wegen Hertha Pokalspiel hasse jesacht."
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PROCTOR: "Nee, Hertha is doch raus
ausse Pokalrunde."
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Hexenjagt, 2. Szene -
eine sehr moderne, amerikanische Fassung
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Vorhang auf. Wir sehen einen dunklen Raum, mit tiefschwarzen Tüchern
angehängt. Drei schneeweisse Quader, deren Anblick in den Augen
weh tut, stehen in gleissend, hellem Neonlicht auf der Bühne.
John Proctor, ein hagerer fast sehning zu nennender Mittvierziger, wird
von der Seite auf die Bühne geworfen. Er fängt sich, steht
auf, blickt zum Himmel und setzt sich auf den rechten weissen Block.
Er trägt eine schwarze Strumpfhose, die hinten seinen blanken Hintern
frei läßt und ein grünes Jägerjakett mit Eichblattverzierungen
an Revers und dem Aufdruck "Semper Fi" auf dem Rücken.
In der Hand hält er ein M16-Sturmgewehr. Er setzt sich auf den
rechten Block und legt mit Bedacht die Waffe auf den Tisch. Er streicht
sanft der Länge nach darüber. Es ist eiskalt im Zuschauerraum.
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Das Licht geht aus. Unerträgliche 10 Sekunden lang.
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Elisabeth wird aus dem Off in einem Lichtkegel von oben auf die Bühne
gelassen. Ihr Gesicht ist schneeweis geschminkt, die Lippen strichdünn
und blutarm ins Rosa gezeichnet, die pechschwarzen Haare sind streng
zu einem Dutt zurückgebunden. Ansonsten hebt sie sich in dem sehr
weiten tiefschwarzen Gewand, das sie vom Hals bis über die Füße
einhüllt nicht vom Hintergrund ab. Sie ist recht korpulent. Der
Raum hellt sich ein wenig auf, so dass man gerade die Protagonisten
und die drei weissen Blöcke erkennen kann.
Soweit nicht anders vorgegeben, Steht Proctor zu jedem Satz auf und
setzt sich wieder. Elisabeth bleibt wie erstarrt auf ihrem Block sitzen.
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ELISABETH: "Sorgen zermürbten meine Seele. Dunkle Wolken legten
sich über dies Land."
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PROCTOR: "Sorge ist die Unfähigkeit eines schwachen Geistes.
Eine starke Hand pflügt nun die Felder."
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ELISABETH: "Deine Mission. Konntest Du sie vollenden?"
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PROCTOR: (pathetisch) "Ja, es ist
vollbracht!"
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Elisabeth tut so als gieße sie Protor
einen Wiskey ein (Einspielung von Eiwürfel, die in einem Glas klimpern).
Recht es ihm. Er nimmt es an - virtuell.
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PROCTOR: "Bete für fallende Ölpreise."
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ELISABETH: "Gewiss."
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PROCTOR: "Geht es Dir wohl, Elisabeth?"
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ELISABETH: "Es ist Cheevers Regal."
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PROCTOR: (schüttet den Wiskey angewidert
ins Off und wirft das Glas (virtuell) hinteher (Einspielung einer Handgranatenexplosion),
steht auf, ist wütend) "Dir kann nicht Wohl sein, Weib,
mir dieses Schottengift zu reichen. Ein schlechtes Zeichen!"
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ELISABETH: "Ja."
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PROCTOR: (beruhigt sich): "Ich
denke es wird bald Krieg geben. Die Felder sind schon mit Blut bestellt."
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ELISABETH: "Gut."
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PROCTOR: (euphorisch) "George Bush
will neue Panzer kaufen. Das würde mir gefallen!"
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ELISABETH: "Wir wollen auf Gott vertrauen."
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PROCTOR: "Ein Krieg wird uns viel Freunde machen, Eliza!"
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ELISABETH: "Gott wird seine Hand schützend über unserer
Volk halten."
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PROCTOR: (malt sich mit zwei Fingern je rechts
und links mit Blut abwärts gerichtete Doppelstreifen unter die
Augen) "Dies ist das großartigste Land. Es ist Gottes
eigenes Land. Jetzt wird der Ruhm gepflanzt, den unsere Kinder ernten."
</end>
<author>
©h.p. | 02/02/2006</author>
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