<title>
nobelpreisweltmeister</title>

<start>wir sind nicht nur papst, handballweltmeister und fussballweltmeisterinnen im quadrat, sondern neuerdings auch nobelpreis.<br>
sogar doppelt. aber dann doch für sowas uncooles wie pysik und chemie [gähn!], also die fächer der streber-idioten, die schon in der grundschule im kariertem flanellhemd aufgelaufen sind. immerhin ist der gisy ja mit der literaturpreis-schnake irgendwie verwandt. nach vorne bringt uns das alle aber genauso wenig wie die linkspartei. da ist sowas handfestes wie fyssik oder kemie natürlich schon 'n stück weit was greifbarer.
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al gore stirbt langsam
  al gore rettet die welt   
hat nicht in wirklichkeit uns angela mit ihren auftritten und ihren hammerharten forderungen nach mehr umwelt auf den diversen weltgipfeln der letzten jahre den friedensnobelpreis verdient? wer kannte denn schon den uno-klimarat [ipcc] bevor er [oder sie, oder es?] in diesem jahr friedensnobelweltmeister geworden ist? al gore, okay. der war erst neulich in diesem kino-actionkracher zu sehen. über die nahende klimakatastophe im zeitalter der digitalen technisierung. wie hieß der denn noch? ach ja: stirb lngsam 4.0! ist aber 'ne fortsetzung. der erste hieß, glaub' ich, 'ich bin dann mal web 2.0'. das aber ist nur die halbe umbequeme wahrheit.
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okay, physik, chemie, gut und schön. und wofür genau? physik für den bereits 1988 von herrn prof. grünberg entdeckten giant magnetoresistence (gmr)-effekt, sprich höhere speicherdichte für den ganzen digitalen consumer-electronics-schrott. dank herrn grünberg gehen heute also tausend mal mehr jamba-klineltöne auf eine handelsübliche handy-festplatte als noch anno 88 des letzten jahrtausends. das hatte den vorteil, dass das auch die mobilschräpe um den speicher herum kleiner werden konnte. wer schon 1988 eine hippe c-netz-mobiltelefonzelle sei eigen nannte brauchte mind. auch zwingend einen dienst-mercedes um diese zu transportieren. heutzutage sind die handys und speicher schon so derart klein und leistungsfähig, dass sie mancher teenager schon anstatt eines sperrigen großhirns implantiert bekommen hat.<br>
und chemie? geht seltsamerweise an einen physiker: dank herrn prof. erlt seine studien vom chemischen verfahren auf festen oberflächen haben wir nicht nur endlich eine ozonschicht [wer kann heutzutage noch ohne?] und einen kat im umweltfreundlichen 4,2 l suv, sondern wissen auch wie rost aussieht. also so im detail. unterm rasterelektronenmicro. brandheisse sache das.
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natürlich ist grundlagenforschung, wie es die beiden herren lebenslänglich praktizieren, ein schönes paradebeispiel für etwas was - zumindest zum zeitpunkt des tuns - keinerlei brauchbaren nutzen hat. man forscht so vor sich hin und in den tag hinwein und hat vielleicht eine waage idee, wie man die unermesslichen wissenschaftlichen fördermittelbudgets in riesigen teilchenbeschleunigern atomisieren kann. und evtl. hat man glück und jemand mit gesundem wissensschaftsverstand macht was anständiges draus und man bekommt pünktlich zur rente den ersehnten nobelpreis geschenkt. falls nicht, bleibt einem als forscher immer noch die pension in ähnlicher preiskategorie, aber leider ohne prüf-plakette aus oslo.<br>
okay, aus mir spricht der neid und die arroganz des langjährigen anwendungstechnikers. traditionell besteht ja eine bis auf molekularebene reichende rivalität zwischen den grundlagenheinis und den anwendungsfredeln. grundlagenwissenschaftler grübeln jahrzehntelang im elfenbeinturm auf ihrer forschungsinsel über ideen und techniken, die dann - vom marketing [auf]gehetzte - anwendungstechniker in akkord- und rekordzeit in gs-geprüfte, patentierte trendprodukte umsetzen müssen, die dann wiederum zwei monate später als billigproduktionen aus china als 1:1-kopie auf den deutschen binnenmarkt fluten.<br>
um diese dialektik es den jüngeren lesern etwas transparenter werden zu lassen: 'die einen sind voll basic, echte fundis und erfinden dauernd die krassen styles. die anderen fahren voll so die kommerziell scheisse trittbrett und dissen die brainheads noch so voll assi für den korreggten support. die werden dann natürlich voll aggro, greifen dafür aber oft die krass-fetten scheine beim nobel-festival ab. ey, aber dafür voll respekt alder und die phetten congrats von der community! ährlich.'

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übrigens darf man herrn prof. grünberg, ranga yogeshwar und mich ruhig in einem atemzug nennen, denn wir alle waren zeit unseres wissenschaftlichen hierseins nicht nur irgendwie und irgendwann mal beim kernforschungsanstalt [kfa] jülich angestellt [jetzt politisch korrekter 'forschungszentrum jülich' genannt, anstalt = pfui, kernforschung = oberpfui], sondern arbeiteten auch alle drei noch für die gleiche fakultät, den bereich festkörperfoschung [iff].<br>
freilich muss ich einräumen, dass ich sowohl herrn grünberg als auch herr prof. erlt infolge ihres fortgeschrittenen alters und besonders natürlich, weil herr erlt auch just gerade geburtstag [71.] hatte, gerne - in diesem jahr - den vortritt lasse. ich denke, das komitee wird dann im nächsten jahr auf mich zurückkommen, nachdem herr yogeshwar verzichtet hat. er lebt ja bestens von den fernseh- und rundfukgebühren, die inkasso-gez für ihn eintreibt. was braucht er da die nobel-kohle?!

<author>
©h.h. | 17/10/2007</author>