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obamania</title>

<start> mein lieber herr gesangsverein! Es ist umglaublich wie schnell diese welt sich in knapp einem jahr weiter dreht.
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kaum ist schon wieder weihnacht, hat man den kapitalismus kurzerhand abgeschafft und ein kommunistischer, islamistischer und verhälnismäßig schwarzer neger, der erschreckenderweise auch noch anwalt ist, ist nachweislich und ohne schiebung mehrheitlich gewählter und gewollter amerikanischer präsident. aber die geschichte widerholt sich auch dieser tage: roland koch ist zwischenzeitlich untergegangen und wie phönix aus der ypsilanti-asche gerade in auferstehung begriffen.
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barack obama, heißt der freundliche präsidentenanwärter der demokraten und sohn eines kenianischer einwanderes. mit seinem gewinnenden lächeln, dass mit blendaxweiß nur unzureichend beschrieben ist und dem sanft getönten charme eines john f. kennedy, hat er seinen landsleuten einen genialen wie einfachen wahlslogan eingetrichtert, den sich auch unsere amerikanischen weltmitbürger und -bürgerrechtlerInnen gut merken können: /yes, we can!/ <br>

obama der baumeister

/yes we can!/ ist nämlich nichts anderes als die infantile macher-antwort auf die frage von bob dem baumeister: /schaffen wir das?/ /ja, wir schaffen das!/ kein zauderlich deustches: /na ja, vielleicht. das könnten wir schon. eventuell/. nein, schlicht und einfach: we can!<br>
ein sprüchlein wie geschaffen für die verwirrten massen. und machertypen wie bob werden jetzt im in jeder hinsicht runtergewirtschaften amerika dringend gebraucht. macher-wirtschaft das ist das genaue gegenteil von vetternwirschaft. fragen sie heute beispielsweise mal ihren anlagerberater zum thema finanzkrise. der wird sagen: da kann man nichts machen. sehen sie!? obama steht für das genaue gegenteil: er will und kann was machen. das hat gerhard schröder auch schonmal gesagt [/wir machen da was/], aber eben im gegenteil zu unser aller bundes-gerti scheint es obama wohl erst zu meinen.
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er heisst übrigens ganz genau besehen /barack hussein obama/ wie sein vater, nicht saddam hussein osama bin laden, wie viele vielleicht irrtümlich verstanden haben. nachdem george wanker bush ja alle mit seinem tollen verwirrspiel 'krieg dem terrorrismus' [ein spiel bis iq 12 ½] schon so ganz dull im kopp gemacht hatte, so dass man dachte der terrorfürst und der größte schnautzbart aller zeiten nach stalin, wäre jetzt  in personalunion in den usa untergetaucht und käme nun als präsidentschaftskandidat, um amerika bei der 'mutter aller kriege' - also dem amerikanischen wahlkampf - den todesstoss zu versetzen.<br>
okay, der republikanische gegenkandidat hatte dafür einen zugegebenermaßen recht lustigen namen: john mccane. vielen hierzulande noch aus dem kühlregal bekannt, wo er eben noch als eingetütete backofenkartoffeln lag und nun wohl auch wieder hin verschwinden wird. die einen haben bob den baumeister, die anderen eben nur joe den klemptner. der eine baut am großen haus usa, der ander pumpt die scheisse ab. nur, dass der der die scheisse pumpt, diesmal mal nicht tarditionell nicht der schwarze ist. ein tolles bild für den umfassenden wandel amerikas, finden sie nicht?
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dieser charismatische - und für us-presidiale verhältnisse mit 49 jahren noch recht junge mann -, obama,  hatte seinen anhängern und auch dem rest des landes eine knappe botschaft ins aufgabenheft der nächsten vier jahre geschrieben: change. in deutsch: wandel, veränderung. das klingt erst einmal leichter als es tatsächlich ist. wandeln und ändern, etwas anders machen, lässt sich relaitiv schnell und einfach umsetzen. aber er möchte es – so sagt er zumindest – nicht nur vieles ganz anders machen, sondern auch besser. damit ist er zur gallionsfigur einer ganzen generation  von amerikanern geworden und hat nun schon mehr vorschußloorbeeren bekommen, als er wahrscheinlich je aufessen kann.<br>
momentan und noch dürfte er sich also fühlen wie der könig der welt. so zumindest hatten sich einige seiner nahen amtsvorgänger auch schon weltpolitisch aufgeführt. eben als gehörte ihnen dieses planet ganz alleine und neben god's own country gäbe es nur noch varsallen-,  sklaven- oder bestenfalls schurkenstaaten. dabei sollte obama aber unbedingt darauf achten, dass es vom stehen auf der feucht-rutschigen reling mit ausgestreckten armen bis in unterkühlende, tödliche nass, wo schon so mancher gefeierte und gut aussehende held auf einem schmalen brett erfroren ist, oft nur ein kleiner schritt ist, besonders wenn sich der kahn schon bedrohlich zum kentern neigt.
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amerika ist in den vergangenen vier jahren unter der shock & awe-herrschaft von george dem II. in eine ganz erstaunliche schieflage geraten: innenpolitisch, was die finanz –und sozialpolitik angeht; aussenpolitisch, was das kriegstreiben und die umweltpolitik betrifft. man wurde bisweilen das gefühl nicht los als würde die große nation dieser erde von einem trotzigen kleinen jungen in cowboy-kostüm angeführt, der gerade erst laufen und sprechen gelernt hat. dieser zog in einem ganzjährigen halloween mit spielzeugknarre in der hand von schurkenstaat zu gurkenstaat, trat jedem der gerade aufmachte vor's schienenbein und versprach: süßes, sonst gibt’s saures. wenn du nicht tust wie ich will, hau ich dir auf die fresse.
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eigentlich kann es unter obama, dem baumeister für amerika, nur besser werden. dachten sich wohl auch mehrheitlich die amerikaner. zwischenzeitlich im wahlkampf hatte die lustige karikatur einer designierten republikanischen vize-präsidentin, sarah palin, noch den guten alten wahlkampfspruch der republikaner aus den sechzigern wieder ausgepackt: wer hat angst vorm schwarzen mann? aber diesmal hallte auf breiter wählerfront zurück: niemand!<br>
tja, zu dumm.
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für unseren jungen hawaijaner gibt es also viel zu ändern. und erst einmal noch mehr aufzuräumen. vor einigen jahren bekam barack o. nicht einmal eine eintrittskarte zum demokratischen parteitag, später – 2004 -  durfte er den politischen abgesang für john kerry anstimmen. heute steht er auf einer breiter basis, durch das wählervotum, innerparteilich, und im kongress. es bleibt abzuwarten, was er daraus macht.<br>
die republikaner werden sich im nachhinein wohl in den hintern beissen, dass gerade der knüppelharte eisenhower, nachweislich republikaner, als letzten bundesstaat 1959 hawaii in die us-staatengemeinschaft aufnahm, anstatt es zum testatoll für atombomben zu deklarieren. vier jahre später wurde dort nämlich der kleine barack geboren. Lag wohl daran dass der harte ike eine ausgewiesene schwäche für neger hatte. [der ausdruck neger ist übrigens politisch nicht mehr korrekt oder zumindest schwer umstritten in manchen kreisen und wird hier nur benutzt um den historischen kontext zu unterstreichen.]
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wer hätte mal gedacht, dass es etwas postives hat, wenn mann man sagen kann: 'für amerikas zukunft seh ich schwarz'.
in diesem sinne: pack’s an, barack! you might can.
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<author>
©h.h. | 05/11/2007</author>