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des kaisers neue kleiner - ultimo re-designed</title>

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liebe ultimaten!
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selbst auf die gefahr hin meinen ruf als steter nörgler und besserwissen nun endgültig zu betonieren, kann und möchte ich - allein schon aus literarischer inkontinenz - mit meiner meinung zum neuen ultimo-design trotzdem nicht hinterm berg halten:
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für einen moment war ich beim betrachten meiner liebsten stadt-illu doch stark verwirrt: ultimo goes stadtgeflüster? hatte lensing-wolff - der wolf im heuschreckengewand - dem chef-redakteur doch am ende ein angebot gemacht, das beim besten willen nicht ausgeschlagen werden konnte? münster auf dem weg zur medialen monokultur? oder: zurück in die vergangenheit von vor 20 jahren als die ultimo noch ein hippes-flippiges 80er-jahre /city-magazin/ war?
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ein rascher blick ins heftchen beruhigte meine strapazierten nerven ein wenig: alles war wie gewohnt an gleicher stelle, lediglich die Überschriften sind schlechter lesbar, weil ornamentiert, aber ein schöner, kauziger rudi und ein sehr gelungener artikel über münsters gewesene, bestehende und geplante nazibauten versöhnten mich einigermaßen flott mit dem neuen so-called /design/. gesamturteil der metamorphose: na ja, notwendigkeit: schwach minus.
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warum sich gerade die ansonsten so schnörkellose ultimo mit einem präsenten logo in kapitalem arial beim re-design zu einem minimalistischen, verspielten amaze oder so ähnlich hat hinreißen lassen, bleibt mir gänzlich unverständlich, stand das logo doch stellvertretend und plakativ für die straightness des inhalts, für ein ausgewogenes meinungsbild mit ecken und kanten, für harsche, aber stets subtile beurteilung der lokalen gesamt- und gemütslage; für die präzise pointierten kinokritiken von martin schwickert bis hin zu des setzers kommentaren in den anzeigen oder jetzt neu: als feuilleton.
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es besteht also momentan wohl keine grund zum tragen von bedenken dahingehend, dass sich das niveau der Ultimo (oder schreibt man jetzt /ultimo/) mit dem neuen outfit auch an den flauen unterhaltungsstil der stadtgeflüster-schmotzette anbiedert.
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ich werde also auch weiterhin meine augen offen halten, ob sich meine liebste stadt-illu nicht doch langsam von der shock & awe-taktik des schneisen in die lokale medienlandschaft schlagenden ruhrpott-verlags unterwandern lässt. na dann. mehr dazu später mal in meinem blog. aber da guckt ihr ja eh nich rein ...
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mit besten grüßen,
holger hatke
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p.s.: nur damit ihr beim ehemaliger-reinhard-mey-fan-häme-ausschütten nicht verwirrt werdet: durch heirat habe ich mir mal einen schicken neuen nachnamen zugelegt: aus /paschke/ wurde /hatke/ - so schön alliterativ wie donald duck und micky maus. aber sonst ändert sich nix.

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©h.h. | 04/10/2007</author>