<title>
gruss vom wahl-irren</title>

<start><u>vorbemerkung:</u> mein guten freund und ex-mitwohni christoph /die totte/ meemken verbrachte das jahr 2002/2003 mit einem praktikum in irland bei der firma xerox. nach ein paar wochen telefonierten wir miteinander und ich mailte unseren gemeinsamen freunden einen ersten zwischenstandsbericht.
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soeben telefonierte ich mit der hotline von eerox, ... mit so einem netten, jungen Mann, ...wie hieß er doch gleich?... melcher?....nee... miemer...auch nicht! meemken, genau! das war sein name. meemken. christoph meemken.
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also, er läßt schön und herzlichst grüßen aus dem Land der guiness-plantagen und kerrygold-bäume. es ginge ihm den umständen erbrechend gut in seinem kleinen 3-mann-haus ohne halt am stadtrand von pub-lin. nur einen steinwurf entfernt seien die 15 km zu bewußter fast gleichlautender stadt. stadteinwärtig bräuchte er auf glühenden pedalen so ca. 20 minuten, weil'ss vornehmlich bergab ginge. Wäre man auswärtig unterwegs, bräuchte man länger. Auch hier:als ausländer wieder klare nachteile!
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apropos eng- und ausland! die dort beheimatete sprache könne er auch noch nicht genügend, jedoch mit dem dort ansässigen trinken klappte es aber so als habe er nie etwas anderes gemacht! die arbeit sei auch nicht scheu und belästige ihn jeden Tag schon früh auf's neue.
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mit tiefer verbitterung protokollierte er mir in die tabulatur, dass zwischen dem unbewußten trinken und wegen der ihn zur frühen stunde hochgeschreckten arbeit kaum zeit sei sich gebührend den blühenden landschaften, sprich dem weiblichen geschlecht, zu widmen. Es mangle ihm nicht an aussicht und willen, jedoch an freizeit und initiative.
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am heissen draht zum kunden beherrsche er es inzwischend wie eine fliessbandhenne mindestens alle anderhalb minuten bei xerox ein ei ins nest zu legen. nur so lerne man. im prinzip sei die arbeit aber eintönig und eher langweilig. beide hätten sich noch nicht so richtig miteinander anfreunden können. mit seinen beiden leidengenossen hingegen, dem berechnenden barth [mathematiker] und dem mann aus dem deutschen abendland (erfurt), sei es aber doch ein erträgliches dortsein.
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für prosaische unterstützung, die ihn per elektronischen eilboten an seiner wirkungsstädte erreiche, sei er sehr dankbar und es tröste ihn sicher über so manch trübe stunde hinweg, die er schon in hoffnung auf philosophische erleuchtung auf dem grund eines ale-glases versenkt habe.
</end>

<author>
©h.p. | 24/10/2002</author>